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«Der Kreis 8 hat vieles zu bieten - überzeugen Sie sich selbst!»

Tyler Brûlé. Der Name steht für sich. Für personifizierten Stil, fundierten Journalismus, Visionen und Zeitgeist.

«Digitale Verschmutzung. Immer und überall. Wo bleibt Respekt, die Diskretion und gutes Benehmen? Manners»!

In der Schweiz spätestens seit 2001 ein fester Begriff. Nach dem unfassbaren Swissair-Grounding liess er die neu definierte Swiss International Airlines durch ein zeitgemäss-zeitloses und gesamthaftes Corporate Design gleich dem Phoenix aus der Asche in die Lüfte steigen. Er berichtet über Hintergründe, Orte und weist die Attraktivität bisher verkannter Architektur der 70er Jahre auf. Ricola wird zu Kult erklärt, Holz erfindet er als edles Element in der Innenarchitektur neu und schafft Atmosphäre.

Text: Andreas Finke - freischaffender Redaktor

Begriffe wie Swissness, Financial Times, International Herald Tribune, Spiegel, Chefredakteur, internationales Branding und Kampagnen oder Wallpaper (1996) kommen bei dem Namen in den Sinn. Lifestyle-Guru liest man. Sehr smart und sehr erfolgreich.

Ab 2007 dann Monocle. Seit 2018 auch im Seefeld.

Monocle Redaktion, Radiostudio, Café und ein Ableger der Londoner Trunk Boutique für den Mann von Welt und, dank dem Büro MACH, rundum eine elegante, warme Atmosphäre, die einen Touch 60er Jahre aus London oder Manhattan in die Seefelder Dufourstrasse bringt.

Viel las man über ihn, viel weiss man. Oder meint zu wissen.

Die Büros hinter der mystischen Spiegeltür neben der Bar sind «very» Monocle. Modern, klar und doch «cosy». Stilvoll – ohne Überschwang. Eine Klasse für sich.

Eine Freude, mit Tyler Brûlé über manche Aspekte des Lebens sprechen zu können.

Das Gespräch wird in entspannter Atmosphäre auf Englisch geführt.

17 weitere – oder weiterführende – Fragen an Tyler Brûlé.

Eine kurze Frage als Prolog. Ist das Seefeld sexy?

Sexy würde ich nicht unbedingt sagen (schmunzelt). Es hat eine eigene Identität, die mich sehr anspricht. Es ist unverwechselbar. Nicht nur wegen der Lage – der See mit der Badi Utoquai, in der ich heute morgen übrigens kurz im Wasser war – nach der Sauna. Die Promenade, die Geräusche der Stadt, ohne dabei zu laut zu sein. Es hat Stil, strahlt eine gewisse Gelassenheit aus, ist solide, hat ein gutes, ruhiges Fundament. Manchmal erstaunlich ruhig (lacht).

Monocle Zürich Kreis 8 Seefeld

Das Monocle Café hat sich in kurzer Zeit zu einem festen Treffpunkt etabliert. Wie empfindest Du den Status Quo?

Wir freuen uns sehr und sind glücklich, wie es sich entwickelt hat. Eine bunte, sehr gute Mischung aus «echten» Seefeldern, die die Entwicklung gespannt verfolgten, Besuchern aus anderen Kreisen oder Städten, für die Monocle ein Begriff ist – und, vor allem auch am Wochenende, Touristen. Oft aus Mailand oder anderen Metropolen. Zusammen bilden wir eine «Community», unser «Neighbourhood» wird lebendig, auf der Dufourstrasse ist etwas mehr Leben.

Die Monocle-Terrasse musste im Sommer für einige Zeit wieder geschlossen werden. Sehr bedauerliche Entscheidung der Stadtverwaltung, die wenig Einsehen für Neues hat?

In der Tat, in Beirut hat man andere Sorgen als eine Café-Terrasse, die eine Bereicherung darstellt (lacht). Da die Erlaubnis überraschend lange brauchte (sechs unverständliche Monate, Anm. der Red.), eröffneten wir mit einer Pop-Up Erlaubnis, die nach einer gewissen Zeit naturgemäss ablief. Das mussten wir respektieren und auf die definitive Erlaubnis warten.

Zürich bezeichnet sich, gerade auch für neues Business, als offene Stadt, die Unternehmen fördern möchte und betont dabei, Bereicherungen eines Quartiers, wie eine Café-Terrasse, positiv gegenüber zu stehen. Wir wollten einen Ort etablieren, an dem man, auch an einem Sonntag, wenn vieles im Seefeld geschlossen ist, seine Zeitung kaufen und in Ruhe Kaffee trinken kann. Aber – was lange währt wurde endlich gut.  

Monocle Zürich Kreis 8 Seefeld
NZZ Bellevue, 18.5.2018. Im Rahmen eines Interviews teilst Du Deine Vision des Orell-Füssli Buchladens am Stadelhofen – auch im Vergleich mit internationalen und erfolgreichen Buchläden und deren Konzept. Ich gebe Dir in allen Punkten Recht. Gab es Reaktionen?

NO! NOTHING! Hier fehlt offensichtlich doch das Verständnis und eine gewisse Offenheit. Man muss Printmedien unterstützen und neue Konzepte entwickeln, um sie einer neuen Generation zugänglich zu machen. Es kann der kleine, gemütliche Buchladen um`s Eck sein, wie man sie in Frankreich und anderen Ländern findet, oder ein flächenmässig grosses Geschäft mit einem Café – und hier meine ich, bitte, nicht Starbucks! Gemütlich, stilvoll. Individuell.
Die Öffnungszeiten müssten ebenfalls angepasst werden. Wer geht nicht nach der Arbeit gerne noch etwas in Buchläden stöbern? Ein wohlhabendes Land wie die Schweiz, das eines der besten Bildungssysteme hat, muss hier umdenken und dringend agieren. Unser kleiner Kiosk zeigt, dass internationale Zeitungen, Bücher, Stil und Wohlfühlen durchaus unter einen Hut zu bringen sind.

Your «inner self», der ganz private Tyler Brûlé. Eher das Unbekannte oder die Komfortzone?

Gute Frage. Ich muss sagen – ich habe den Luxus beides zu haben. In St. Moritz lebe ich gerne zurückgezogen, gemütlich, zu Hause. Ruhe, Blick auf die Berge. Und es mir bewusst, wie privilegiert ich bin, dies geniessen zu können. Auch habe ich in Zürich und im Seefeld früher meine Komfortzonen gesucht und geschätzt. Ich war gerne im Hotel Rössli und Seehof, es war wie nach Hause kommen. Utoquai ist mir vertraut und ich bin oft und gerne dort. Das Seefeld hat auch etwas sehr Internationales, also kann ich verschiedene Aspekte auf kleinem Raum abdecken. Und dann gilt es andererseits die Welt zu entdecken. Reisen.

200 Tage pro Jahr, las ich das richtig?

Genau (lacht). Vermutlich sogar mehr.
 
Eine alte Single von Françoise Hardy kam wieder zum Vorschein, die Stereoanlage meiner Eltern freut sich und lebt auf. Vinyl wird wiederentdeckt. Das Monocle Magazin steigert die Verkaufszahlen jährlich, 2018 ein Plus von 7%. Die Trunk Boutique verkauft statisch und offline ihre zeitlosen Kollektionen. Printmedien, Schallplatten und stationärer Handel. Der Beweis und ein Hoffnungsschimmer, dass es nicht nur digital und online geht?

Absolut, genau das.

Nicht nur Du und ich glauben daran. Jede Altersgruppe und ganz unterschiedliche Menschen setzen darauf. Die Mediendiskussion muss neu geführt, neu definiert werden. Momentan ist es sehr einseitig. Vieles kann oder darf man nicht sagen, da man sofort als sexistisch, rassistisch oder altmodisch betrachtet wird. Mainstream. Eine Stimme, ein Weg, eine Meinung. Was auf Twitter, steht gilt. Kommentare und Likes sind Gradmesser. Negative Kommentare bedeutet aber nicht, dass etwas de facto schlecht ist. Man hat eben eine andere Meinung. Man muss auch nicht immer und jederzeit alles teilen. Kommentare können auch weiterhin direkt an Redaktionen gesendet werden, konstruktiv und direkt sein. Sie müssen nicht mit tausenden von Menschen geteilt werden.

Das Printmedium ist und bleibt wichtig. Man möchte etwas in der Hand halten.

Auch Werbung in Printmedien stieg letztes Jahr wieder an – ein gutes Zeichen. Die «glorious times» des Kiosk ist nicht vorbei. Das zeigt auch der Erfolg des Monocle Kiosk.
Es muss kein «convenient store» sein, in dem alles zu kaufen ist. Eine Tendenz, die mir nicht gefällt. Der Fokus sollte auf der Kernkompetenez liegen – das Vermitteln von Wort, Schrift und Wissen.

In Frankreich oder England ist man weit weniger «digital» als, zum Beispiel, in Zürich. Man spricht, man liest, man beobachtet, lächelt. Die Körpersprache in Zürich vermittelt oft: sprich mich nicht an. Ich bin digital beschäftigt. Diese neuen Manie, laute Gespräche mit einem Kabel im Ohr oder einem Lautsprecher zu führen – entnervend.

Monocle Zürich Kreis 8 Seefeld
Das erklärt in gewisser Weise auch, warum weder Monocle noch Du persönlich auf digitalen Plattformen wie Instagram, Twitter oder Facebook aktiv seid?

Genau. Mr. Zuckerberg muss auf unsere Unterstützung verzichten. Ein wenig mehr Mystik, etwas weniger mitteilen, etwas weniger Unsinn teilen und wieder etwas privater werden würde der Welt gut tun. Mein Tip.

Das Leben muss doch ein wenig geheimnisvoll bleiben. 50% spielt sich im Kopf ab. Das sollte auch so bleiben. Sonst geht die Magie verloren. Jede/r ist Influencer oder Blogger. Auch wenn man nichts zu sagen hat. Bedenklich.

Die Gabel des Hotel Bristol, der Schuhlöffel des Negresco oder diese kleinen Handtücher des Bayerischen Hof. Ich lasse mitgehen. Moment of truth!

Es gibt weniger zu stehlen! Ganz einfach. Die Zeiten der gravierten oder gestickten Logos sind leider vorbei. Die Dinge, die man aus Sentimentalität hin- und wieder mitgehen lassen könnte, sind heutzutage weniger reizvoll. Die Hotels, meist leider inzwischen internationale Ketten, setzen das Budget anders ein, man investiert weniger in Nostalgie und Individualität. Es gibt nur noch einige Bastionen. «I would happily steal things (lacht).»

Kurze Frage. Dank Deiner wöchentlichen Kolumne in der Financial Times entdeckten wir Orte, für die man sich Zeit nehmen sollte. Sie verdienen es. Warum FAST Lane, nicht SLOW Lane?

Gute Frage! Ganz einfach. Slow Lane war bereits besetzt! Harry Eyres schrieb 11 Jahre lang die Slow Lane in der Finanical Times.

Randnotiz der Redaktion:
Zum Abschluss seiner Kolumne, am 17. April 2015, schrieb Harry Eyres «(...). For me, over the 11 years I have been writing this column, the Slow Lane has always been a state of mind (...)». Ähnlich wie Zug - statt Flugreisen, da so «die Seele Zeit hat, mitzureisen.». Las ich. Und schweife ab. Nächste Frage.
 
Winkreative. Erfolgreiche, internationale Kampagnen, Stil und Erfolg. Gibt es ein Projekt, das für Dich etwas ganz Besonderes war?

Eine Ad Campaign, die klassische Werbekampagne, ist anders als gesamthafte Projekte, die ich besonders schätze. Man kann alle Komponenten einbeziehen, etwas wirklich Rundes, Grosses schaffen.

Lexus war ein solches Projekt. Von den Verkaufsräumen bis zu den Fotos konnte Winkreative den Premium-Hersteller betreuen und in ein neues Zeitalter führen.

Aktuell sind wir dabei das gesamte Re-Branding für Air Canada abzuschliessen. Ein ganz aussergewöhnliches Projekt, das für mich natürlich auch mit Emotionen verbunden ist. Grosssartig. Wir gaben dem Brand wieder eine klare Kontur. Es galt auch die Flugzeug-Flotte entsprechend neu zu gestalten. Die meisten der Air Canada Flieger, die in Zürich landen, sind also bereits Zeugen unseres Designs.

Neuinterpretation alter Werte. Swiss International Airlines nach Swissair. Winkreative und Tyler Brûlé. Ein neues, klares, zeitloses CI und Corporate Design. Hoffnungsträger für tausende Angestellte und Passagiere. Die Swiss entschied, nach Jahren das Zeitlose, Gute neu zu gestalten. Notwendig?

Ich war damals sehr stolz, das Projekt umsetzen zu können, nicht zuletzt wegen meiner bekannten, starken Affinität zur Schweiz.

Die Swissair hatte keinen wirklichen roten Faden mehr, verlor etwas die Identität. So gab es zuletzt selbst unterschiedliches Design für den Innenraum der Flugzeuge. Wir sahen daher unsere Arbeit eher als Evolution. Du hast Recht, wir haben die alten Swissair Werte wieder aufgenommen. Klarheit, ansprechende Funktionalität, verbunden mit Emotion. Es sind seither viele Jahre vergangen. Ich sehe das neue CI als Weiterführung unserer Grundidee.

Du arbeitest für unterschiedliche, sehr namhafte, internationale Magazine und Zeitungen. Die Zeit in Afghanistan, in der Du auch für Fokus berichtet hast, war sehr prägend und eine extreme Herausforderung. Nach all den Jahren hat sich nicht viel verändert. Verliert man den Glauben an die Weltpolitik?

Man muss an etwas glauben und in etwas vertrauen können, an eine Art «Leadership», ein «guiding light», solange es Menschenrechte verteidigt und für sie kämpft. Es war, wie Du sagst, eine extrem schwere Zeit, in der man den Glauben an die Menschheit tatsächlich verlieren kann. Es gab, nicht zuletzt auch durch die Macht der digitalen Kommunikation, zudem auch Fehlinformationen. Ich wage weiterhin in die Politik und manche Politiker meinen Glauben zu setzen. Aufrechte Politiker gibt es. So hoffe ich auf die Dynamik und die Stärke von Macron.

Auch Angela Merkel macht sicher nicht alles richtig, aber man kann ihr vertrauen. Sie ist menschlich und politisch sehr fähig. Eine starke Frau, die ihre Arbeit gut und integer macht. Ihre Neujahrsansprache hat mich sehr beeindruckt und berührt.

Über die US Regierung und den Brexit muss ich, denke ich, nicht viel sagen. Man kennt meine Meinung.

Ich wundere mich allerdings manchmal über gewisse Berichterstattungen. Ist der Fall Kevin Spacey wirklich so weltbewegend, dass er bei 10 vor 10, einem Format, das ich an sich sehr schätze, als erstes Thema besprochen wird? Es gibt wahrhaft Wichtigeres auf dieser Welt.  Auch der New York Times, die ich natürlich schätze, wird in letzter Zeit doch zu grosse Beachtung für die Meinungsbildung bei manchen Themen geschenkt.

Als Student hatte ich keine Vorstellung von Winnipeg. Der Greyhound Bus von New York nach Edmonton hatte um 7 Uhr morgens zwei Stunden Aufenthalt. Kalt, windig, breite Strassen, menschenleer – und im Café des Bus Stop sehr herzliche, kommunikative Menschen. Erkennst Du Dein persönliches Winnipeg?

Du bringst es auf den Punkt. Die Menschen sind freundlich, weil sie gar nicht anders können. «They need to be» (lacht). Ich war seit 20 Jahren nicht mehr in der Stadt, lebte auch nur sehr kurz dort. Viele möchten einfach weg, einige machen das Beste daraus. Es gibt eine sehr gute, starke Musikszene, viele Talente, viel Kultur. Das Royal Winnipeg Ballet (auch der grosse Heinz Spoerli arbeitete gerne dort, Anm. der Redaktion). Bei den langen, dunklen Nächten muss man es sich nett und gemütlich machen. Viele Coiffeure (lacht), Cafés. Ähnlich wie in Helsinki. Aus der Not eine Tugend machen – und das machen die Menschen in beiden Städten sehr gut. Mich hat es weiter östlich gezogen, nach Ottawa, dann Montréal. Ein grossartiger Ort.

Frei nach Proust`s «Questionnaire» wurde Fanny Ardant gefragt, was sie wirklich hasst. Menschen, die Freude daran haben, andere zu erniedrigen und Arroganz. Jane Fonda hasst Laptop-Taschen. Was hasst Tyler Brûlé?

Gutes Thema, klare Antwort! Menschen, die auf der Strasse, im Tram, wo auch immer, laut vor sich her sprechen. Mit einem Kabel und Knopf im Ohr. «Nuts»!
Man muss zuhören, ob man will oder nicht. Eine Unart, eine Tendenz, die ich respektlos und ignorant finde. Ich musste neulich im ruhigen Tram einen Mitfahrer bitten, sein Privatleben idealerweise an einem anderem Ort zu diskutieren, da es niemanden interessiert. Es nervt. Sehr! Das Gleiche im Monocle Café. Alle Gäste lasen, ich sass entspannt beim Kaffee mit der New York Times bis ein Herr meinte die ganze Terrasse mit seinem Monolog unterhalten zu müssen. Irgendwann musste ich darum bitten, die anderen Gäste zu respektieren.

Digitale Verschmutzung. Immer und überall. Wo bleibt Respekt, die Diskretion und gutes Benehmen? «Manners»!
 
«The Big Interview» auf der Monocle Homepage. Agnès Varda. In Zeiten, wo Kardashian & Co. erschreckenderweise die neuen Vorbilder für Viele sind, eine schöne Plattform für eine «grande dame» des Cinéma Français. Erhält die Redaktion entsprechende Feedbacks und Wertschätzung?

Ich bin sehr froh darüber – ja! Dieser direkte Dialog mit unseren Lesern und Hörern ist mir sehr wichtig, ich versuche jede Mail oder Post selbst und in angemessenem Zeitraum zu beantworten. Auch möchte ich Menschen motivieren, Redaktionen direkt zu schreiben statt ein Feedback online zu posten. Nur so kann dieser direkte Dialog weiter bestehen und man kann entsprechend schnell reagieren und auf Inputs eingehen.

Menschen wie Agnès Varda verdienen unsere Aufmerksamkeit. Sie sind eben keine selbsternannten Blogger, sondern diskrete, grossartige Künstler, die viel geschafft haben.

Fährt man mit dem Zug von Biel nach Neuchâtel, entdeckt man am Ufer eine Reihe Bungalows, erbaut von der Nachkriegszeit bis heute. Eine traumhafte Strecke. Eine Welt für sich. Interessant für einige der 84.000 Monocle-Leser?

Interessant zunächst auch für die Schweizer, denn viele werden diese Strecke nicht kennen oder die Bungalows übersehen. Ich kenne sie! Moderne Häuser aus unterschiedlichen Jahrzehnten. Sehr schön! Auch wenn ich dort nicht unbedingt leben möchte (lacht).

Eine Fotodokumentation darüber könnte ich mir gut vorstellen. Generell gibt es in Biel grossartige Bauten des Modernismus. Wenn man bedenkt, wie erschreckend einfallslos und nichtssagend diese neuen Wohnhäuser an der Seestrasse Richtung Meilen sind. Alle ähneln sich, ohne Persönlichkeit. Die Architektur der Küste verändert sich dadurch. Nicht unbedingt zum Positiven.

Eine kurze, ehrliche Antwort. Wo verbringst Du Deine «minute de silence» im Seefeld?

Die Geräusche der Stadt schätze ich. Allerdings tut es manchmal tatsächlich gut, etwas Ruhe zu spüren. Utoquai. Mit einer Zeitung. Gerne sehr früh. Oder sehr spät (lacht).

www.monocle.com

Januar 2019


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