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Kreis8-Event im neuen Lokal «resident», Kreuzstrasse 24

Ein Abend als – und im — «resident»

Einladungen zu offiziellen Anlässen, «Openings» und ähnlichen Formen sozialen Miteinanders werden, gerade nach den restriktiven Covid19-Zeiten, von den meisten meiner Mitmenschen mit Freude aufgenommen. Für mich persönlich hingegen wurde die zweite Reihe der Bistro-Terrassen erfunden. Ohne wahrgenommen zu werden kann ich wahrnehmen. Ich liebe meine zweite Reihe. Oder eine dahinter.

Text: Andreas Finke - freischaffender Redaktor

Aber eben. Es gibt Ausnahmen. 
Als indirekter Nachbar des neueröffneten «resident» – Ecke Dufour- und Kreuzstrasse – und in meiner Funktion als mehr oder weniger rasender Reporter für ZürichKreis8 schnappte ich mir also Sandra und Marc als Verstärkung und folgte, quasi als «resident», Zoran´s Einladung für Kreis8 KundInnen, LeserInnen und FreundInnen zum «Apéro mit Fingerfood und Music Act». Die Zahl war begrenzt, die Lockerung für Gästezahlen kam einen Tag später.

Ich war bereits einmal kurz dort, auf der grosszügigen Terrasse, mit Pflanzen vom Nachbartisch abgetrennt, um, unter dem Vorwand «nur schnell etwas zu trinken», diesen phantastischen, schwarzen, hauseigenen jungen Labrador auf mich aufmerksam zu machen. Hashtag doglover.

Nachdem ich spätestens seit dem 17. März jedem und jeder, der/die mir weniger als 2 Meter näher kam relativ ausweichend und fauchend begegente, war es quasi die Generalprobe zum «gelockerten» post-Corona-Lockdown Alltag. Wobei wir uns in der Schweiz nicht beschweren solten, der Bund hat die Leine human-locker gelassen. Aber das nur am Rande.

Die Begrüssung am Eingang der «resident bar, lounge and eventspace» war entspannt herzlich, man bekam ein schwarzes Armband als Kreis8-Erkennungszeichen, wurde freundlich auf einen freien Tisch mit Abstand zum nächsten hingewiesen und am Eingang stand einladend das, mir sehr sympathische, Desinfektionsmittel.

Natürlich begann der Regenguss pünktlich kurz vorher. Man war also auf das Interieur begrenzt, aber das machte nichts. Innen ist im «resident» fast wie aussen. 

Sehr grosszügig, offen, hell. Raumgefühl. Grosse Tische, hohe Decken, bodentiefe Fenster, hohe Pflanzen, Parkett, schwere Teppiche zwischendurch, Vintage-Sitzgruppen oder Bartische mit Blick auf die Kreuzstrasse. Bei Regen sicher mein Stammplatz.

Was ich persönlich etwas vermisse, sind einige kleinere, intimere Tische – siehe Bistro-Syndrom, zweite Reihe. Und nur ungern begegnet man der Frage ´... isch da no frei...` mit einem zögerlichen ´... wir besprechen eben die Ehekrise der Nachbarn.` Oder so. 

Kreis 8 Event im resident 001

Trotzdem. Es-könnte-kaum-besser-sein.

Corona-Regeln wurden also mit einer gewissen Nonchalence eingehalten, auch wenn es etwas schwer fiel, lange nicht gesehene Bekannte spontan kurz und erfreut zu umarmen. Die Stimmung war sehr locker und leicht, wie die diskrete, angenehmene Musik und die Apéroplättchen, die nett verteilt auf den Tischen standen oder an uns vorbeischwebten. Für alle etwas dabei – von vegan bis Italienischer Salami. Credo des Hauses.

Alf Heller, Clifford Lilley und Olivier Berger, das immer perfekt gestylte (wie machen sie das nur?) und jederzeit schwungvoll-gutgelaunte «Trio Infernal», Dani vom Stereo, bei dem ich vor kurzem den gestreiften Klassiker von St. James in Grösse L erstand – meine Körperfülle wuchs seit März in ungeahnter und erschreckende Schnelligkeit – oder Christophe Guye (von der namhaften Gallerie um`s Eck) wurden gesichtet – und das «resident»-Team beeindruckte uns durch seine Liebenswürdigkeit. Keine Selbstverständlichkeit in Zürich, sind wir ehrlich.

Der «bunte Haufen» und der Kreis8 Event zeigte mir wieder einmal, dass man sich zwischendurch auch entspannt von seiner hinteren Bistro-Reihe verabschieden und etwas geselliger sein könnte. Sollte.

Ein schönes Feedback seitens des «resident» rundet das Ganze ab und erreichte uns nach dem Abend, das ich den Kreis8-Leserinnen nicht vorenthalten möchte. Das Team freute sich, «das Konzept und die Philosophie den Nachbarn nun auch im grösseren Rahmen erlebbar zu machen.» Man weiss um die «einzigartige Lage, freut sich über die Komplimente der Gäste» – und darüber als «Bewohner einen Ort der Begegnung, gerade auch für die Seefelder und die kulturelle Viefalt des Quartiers» bieten zu können.
Voilà.

Mit den Worten von Vera Lynn «We meet again (...)» Ihnen allen einen guten Start in die zweite, in jedem Sinne eröffnete Sommerhälfte.

Kreis 8 Event im resident

www.residentzurich.com

Juni 2020


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