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«Der Kreis 8 hat vieles zu bieten - überzeugen Sie sich selbst!»
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Filippo Leggio, Geschäftsführender Partner, Immobilienkultur Zürich AG

«Wir reissen kein Haus ab, um dann möglichst viele Wohnungen neu zu bauen.»

Erklimmt man die Stufen des Altbaus an bester Seefeld-Lage und öffnet die schwere Holztür im ersten Stock, wird es offensichtlich: Hier sind Ästhetik, Fachwissen und Herz gleichermassen zu Hause. Nicht umsonst heisst die an der Nummer 62 angesiedelte Firma Immobilienkultur. Seit 2014 betreibt Filippo Leggio das Unternehmen, welches von der Bewirtschaftung bis zur Immobilienentwicklung jeglichen Service – hauptsächlich für Privatkunden – bietet. Wir haben den Experten über Tipps beim Hauskauf, verlorene Schlüssel, Quartiercharme und sein Traumprojekt befragt.


Text: Sherin Kneifl

Was ist das Spannendste an Ihrem Job?


Wir kümmern uns um die Verwaltung, die Vermittlung und den Verkauf aber auch die Entwicklung von Liegenschaften. Diese Aufgaben ergeben einen faszinierenden Mix. Mich interessiert besonders die Geschichte eines Gebäudes. Wie kann man den Ursprung bewahren und trotzdem innovativ agieren und modernisieren? Man sieht eigene Projekte von der Idee bis zur Verwirklichung wachsen. Das ist ein bisschen wie bei einem Kind.

Ihre Büroräumlichkeiten finden sich nicht umsonst im Kreis 8. Was ist das Besondere am Seefeld?

Es hat Charme, ist sehr gepflegt, es gibt zahlreiche Restaurants, lokale Läden und schöne Orte am See. Als Unternehmer ist mir wichtig, nicht allzu weit in die Ferne zu schweifen und den Radius für die von uns betreuten Objekte klein zu halten. Meistens komme ich mit der Vespa ins Büro, weil Parkplätze eher Mangelware sind.

Worauf beruht die Kultur in Ihrem Unternehmen?

Wir befinden uns ja im weltstädtischen Zürich. Hier wir deutlich, dass die Schweiz verschiedene Kulturen, Nationalitäten, Religionen etc. vereint. Jeder findet seinen Platz, ob grosses oder kleines Portemonnaie. Wir verwalten Liegenschaften in der City, am Zürichberg und an der Goldküste, aber auch in weniger exklusiven Gegenden. Auf all diesen Aspekten beruht unsere «Kultur».

Filippo Leggio, Immobilienkultur Zürich AG

Angeblich gibt es einen Fachkräftemangel in Ihrer Branche. Wie finden Sie gute Leute?

In der Tat ist es bei vielen ein Kommen und Gehen. Wir haben 80 Prozent langjährige Mitarbeiter. Neue kommen auf persönliche Empfehlung hin. Es scheint, dass es allen gut bei uns gefällt.

Sie realisieren auch eigene Projekte. Wie würden Sie Ihre Handschrift beschreiben?

Wir gehen sehr sanft vor und geben acht auf die Geschichte eines Gebäudes. Wir reissen kein Haus ab, um dann möglichst viele Wohnungen neu zu bauen.

Was hat sich seit 2014 in Ihrem Metier verändert?

Die Digitalisierung hatte und hat einen starken Einfluss. Die Verwaltung ist grundsätzlich sehr papierlastig, darum haben wir vor zwei Jahren angefangen, diverse Liegenschaften zu digitalisieren, sodass man viel weniger Papier und Platz für die Aufbewahrung der Ordner benötigt. Zudem kann man von überall auf die Informationen zugreifen.

Welche Trends sehen Sie beim Bauen?

Lokal zu denken. Wir betrachten jedes Entwicklungsprojekt separat, berücksichtigen z.B. die Lage, die Struktur der Liegenschaft. Daraus ziehen wir unsere Schlüsse. Wir arbeiten mit ortsansässigen Handwerkern zusammen und unterstützen Kleinunternehmen anstatt billigere Grossanbieter aus dem Ausland zu engagieren.

Gibt es eine Zürcher Traumimmobilie, die Sie gern betreuen würden?

Das Bellevue-Haus. Das Belle-Epoque-Gebäude ist nicht nur sehr stilvoll und exponiert. Durch seine vielseitige Nutzung mit Wohnungen, Büros, Gastronomie und Läden ist es für die Verwaltung sehr interessant.

Worauf legen Ihre Kunden speziell Wert in Sachen Service / Verwaltung?

Wir sind mit acht Mitarbeitern eine kleine Agentur, was alles sehr persönlich macht. Uns ist der Kontakt mit den Kunden wichtig. Sie wissen, wer ihren Anruf entgegennimmt und sich kümmert. Ausserdem können sie jederzeit ohne Anmeldung kommen. Das zeichnet uns aus. Wir betreuen hauptsächlich die Immobilien von Privatpersonen, die im Schnitt ein oder zwei Häuser haben und dafür wahrscheinlich gespart haben. Ihre «Anlage» möchten sie in guten Händen wissen.

Wie viele verlorene Schlüssel müssen Sie pro Jahr nachliefern?

An die 15. Das ist überschaubar.

Haben Sie einen Anlagetipp bei Immobilien für uns?

Es kommt auf die Substanz, die Lage, den Preis sowie den Investitionsbedarf bei einer bestehenden Liegenschaft an. Letzterer wird oft unterschätzt. Man kann nur Geld verdienen, wenn der Mietzins die Kosten deckt. Die beliebten Kreise 1, 3, 4, 8 in Zürich sind kaum mehr lohnenswert. Man sollte sich in Schwamendingen oder Altstetten umschauen. Der Stadtrand entwickelt sich langsam aber sicher zur attraktiven Wohngegend – und Investitionsoption.

Wie wohnen Sie und was ist Ihnen dabei wichtig?

Seit zehn Jahren am Hottingerplatz in einer Altbauwohnung. Mir ist wichtig, mich sofort wohlzufühlen, wenn ich heimkomme. Es wäre auch angenehm, wenn das Verhältnis mit den Nachbarn stimmt. Mein Lieblingsraum ist die Küche: Ich bin zwar alleine und koche nicht allzu oft, aber gern und immer für Freunde. Dann gibts italienische Kost, höchstwahrscheinlich Pasta, das schulde ich meinen italienischen Wurzeln.

Weitere Infos finden Sie auf
www.immobilienkultur.ch

Juli 2021


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