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Stil, Haltung und ein Anliegen, das verbindet

Distinguished Gentleman’s Ride 2026 Zürich - mit geschätzten 700 TeilnehmerInnen

Starke Motorräder, stilvolle Menschen – der Distinguished Gentleman’s Ride bringt eine beeindruckende Vielfalt zusammen. Easy-Rider-Typen stehen neben Rennstreckenfahrern, Geschäftsleute neben Mechanikern und Tüftlern, die Motoren beruflich oder aus purer Leidenschaft zerlegen und wieder zusammensetzen. Und natürlich die Frauen: präsent, souverän, elegant – als Fahrerinnen oder als Sozia. Sie geben dem Anlass eine Leichtigkeit, die den Ride öffnet und wärmer macht. Der Tag scheint traditionell unter einem guten Stern zu stehen. Sonnenschein, warmes Licht, glänzender Chrom – eine Stimmung, die sich nicht inszenieren lässt. Über Social Media lässt sich der Ride weltweit verfolgen: Sydney, London, Los Angeles, Kapstadt, Mailand. Städte, die an diesem Tag dieselbe Sprache sprechen.

Text: Zoran Bozanic

Der ernste Kern

Gegründet wurde der Ride 2012 in Australien. Was als stilvolle Ausfahrt begann, erhielt rasch eine tiefere Bedeutung: Der Initiator Mark Hawwa erlebte im eigenen Umfeld eine Prostatakrebs-Diagnose und erkannte, wie selten Männer offen über ihre Gesundheit sprechen – körperlich wie psychisch. 

Heute sammelt der Ride in Partnerschaft mit der Movember Foundation weltweit Millionen für Prostatakrebsforschung und Programme zur psychischen Gesundheit von Männern. Eleganz wird zum Türöffner für ein Thema, das sonst oft im Verborgenen bleibt.

Distinguished Gentleman’s Ride 2026 Zürich

Die Schweiz fährt mit

Auch in der Schweiz ist der Ride längst etabliert. In Zürich, Basel, Bern und weiteren Städten bringt der Anlass jedes Jahr hunderte Fahrerinnen und Fahrer zusammen.

In Zürich wird der Ride von Tobias Hyrenbach organisiert – mit viel Engagement, klarer Struktur und einem feinen Gespür für die Mischung aus Stil und Gemeinschaft, die den Anlass ausmacht. Unter seiner Leitung hat sich der Zürcher Ride zu einem urbanen Ritual entwickelt: klassische Maschinen vor moderner Kulisse, ein Mix aus Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit, der die Stadt für ein paar Stunden verändert.

2026 kamen in Zürich über 15’000 Franken an Spenden zusammen. Schweizweit waren es über 40’000 Franken – ein starkes Zeichen dafür, wie breit der Anlass getragen wird und wie selbstverständlich viele Menschen das Anliegen unterstützen.

Distinguished Gentleman’s Ride 2026 Zürich

Zürich als Bühne

Zürich bietet dem Distinguished Gentleman’s Ride eine Kulisse, die fast wie dafür geschaffen wirkt. Klassische Motorräder vor historischen Fassaden, Tweed-Jackets am Seeufer, glänzender Chrom auf Kopfsteinpflaster – die Stadt wird für einen Tag zur stilvollen Bühne.

Entlang der Route bleiben Passanten stehen, fotografieren Triumphs, Ducatis und alte BMW-Café-Racer. Trotz der eleganten Outfits bleibt die Stimmung offen: Gespräche entstehen spontan, Fremde tauschen sich aus, als würden sie sich seit Jahren kennen.

Viele bereiten ihre Maschinen und Outfits über Wochen hinweg vor. Nicht aus Eitelkeit, sondern weil der Anlass etwas Zeremonielles hat. Stil wird hier zum verbindenden Element – und genau das macht den Ride in Zürich so besonders.

DDistinguished Gentleman’s Ride 2026 Zürich

Ein persönlicher Blick

Ich kenne den Ride seit Jahren. Seit ich Vespa fahre, war klar: Wenn es die Agenda erlaubt, bin ich dabei. Unter den grossen, kraftvollen Maschinen bin ich als Vespa-Fahrer zwar ein Exot – doch die Community empfängt einen ohne Vorbehalte. Am Sihlquai treffe ich auf bekannte Gesichter, Gespräche entstehen sofort, und schnell dreht sich alles um den Ride und seine Atmosphäre.

Zwischen 9 und 11 Uhr füllt sich der Platz, Maschine um Maschine. Immer wieder rollt ein besonders lautes Motorrad heran – und jedes Mal geht ein hörbarer Ton der Begeisterung durch die Menge.

Ein Kaffee-Truck, initiiert durch den passionierten Teilnehmer Daniel Oettli, wird zum inoffiziellen Zentrum des Morgens. Rund 700 Fahrerinnen und Fahrer sind dieses Jahr dabei.

Um 11 Uhr setzt sich der Ride in Bewegung, eskortiert von der Polizei. Langsam rollt die Kolonne aus dem Sihlquai, Motoren brummen im Gleichklang, ein leises Vibrieren liegt in der Luft. Vorbei am HB, hinunter ins Tunnel, verdichten sich Klang und Körpergefühl: Der Lärm der Maschinen prallt von den Wänden zurück, ein kurzer, intensiver Moment, der einem fast den Atem nimmt. Weiter geht es entlang der Uraniastrasse, über die Bahnhofstrasse und am Baur au Lac vorbei – eine idyllische Passage mitten durch die Stadt. Die Fahrt nach Horgen wird zu einer kleinen Prozession – durch die Strassen, hinaus ans Wasser, vorbei an Menschen, die stehen bleiben, winken, fotografieren. Das Auffahren auf die Fähre, der Blick über den See, das warme Licht auf Chrom und Leder – Momente, die bleiben. Zurück führt die Route der Goldküste entlang, vorbei an Villen, Gärten und glitzerndem Wasser, bis sich der Ride im Seefeld sammelt, vor dem Lakeside, wo der Tag seinen eigenen Rhythmus findet.

Ankunft im Seefeld – Maschinen, Menschen und See in einer Kulisse, die dem Ride jedes Jahr einen fast filmischen Abschluss gibt.

Am Seeufer reihen sich die Maschinen, Gespräche verweben sich mit dem Blick auf Wasser und Alpen. Für einen Moment wirkt Zürich wie eine Stadt, die eigens für diesen Anlass komponiert wurde – ein ruhiger, eleganter Schlusspunkt eines Tages, der verbindet.

Stimmen vom Ride

Susanne und Enrico Silingardi

«Wir sind seit zehn Jahren dabei. Der Ride überzeugt – und gerade sein Charity-Charakter macht ihn für uns so wertvoll.» - Susanne und Enrico Silingardi

Daniel Oettli

«Leidenschaft, Gemeinschaft und ein guter Zweck – genau deshalb bin ich jedes Jahr dabei.» – Daniel Oettli

Roberto Hellmich

«Motorradfahren bedeutet für mich Freiheit und Abschalten. Heute mit 700 Bikern unterwegs zu sein und dabei ein Zeichen für die Männergesundheit zu setzen – das war besonders. Die Route am See, das Wetter, der Abschluss im Seefeld: ein perfekter Tag.» – Roberto Hellmich



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