«Das Zürcher Seefeld hat vieles zu bieten - und darüber möchten wir berichten!»

Stephan Feierabend über Stephan Feierabend

Meine Liebe gehört dem Schönen, Aussergewöhnlichen, Individuellen, Speziellen, Gehaltvollen, Tiefgründigen, Anspruchsvollen und auch dem Skurrilen. Als Wirtschaftsanwalt komme ich insbesondere dank eines meiner Spezialgebiete "Geistiges Eigentum" beruflich mit Branchen wie Design, Mode, Kunst, Musik, Film etc. in Kontakt, die mich auch privat sehr interessieren.

Anwalt wurde ich eher durch Zufall. Nach dem Gymnasium und einem kurzen Abstecher an die Kunstgewerbeschule wählte ich angesichts dessen, dass ich damals Mathematik und Naturwissenschaften nicht zu meinen Lieblingsfächern zählte und ich auch nicht Lehrer werden wollte, das Jurastudium nach dem Ausschlussprinzip, was sich im Nachhinein aufgrund des Abwechslungsreichtums und der Anforderungen an die Kreativität sowie das In-Frage-Stellen des Bestehenden als sehr gute Wahl erwies.

Ich liebe Individualität, folge keinen Trends und pflege meinen eigenen Stil

Einfach in den Laden zu gehen und Massenware ab Stange zu kaufen ist nicht so mein Ding. Flohmärkte, Brockenhäuser, Liquidationen oder alte Lager auf der einen Seite sowie Mass-Ateliers, Auktionen und Handwerksbetriebe, die fast vergessene Techniken noch beherrschen, auf individuelle Wünsche eingehen und Zugang zu aussergewöhnlichen Materialien haben, auf der anderen Seite, sind die Orte, wo ich die Dinge finde oder machen lasse, mit denen ich mich umgeben möchte. Oft sind es auch Zufallsfunde, wie beispielsweise als ich einer Freundin beim Umzug half und in einem verstaubten Kellerabteil eines Nachbarn durch den Holzverschlag zwei alte Stühle entdeckte. Ich bat meine Freundin herauszufinden, wem diese Stühle gehören, wurde von ihr jedoch immer wieder vertröstet, bis sie mir mitteilte, dass keine Chance bestünde, die Stühle käuflich zu erwerben. Als mir dann Monate später zu meinem Geburtstag diese beiden Original-Designerstühle aus den 1930er Jahren frisch restauriert als Geschenk überreicht wurden, war das eine unheimlich schöne Überraschung. Mit der Mode ergeht es mir ähnlich. Ich habe weder einen Lieblingsdesigner noch folge ich irgendeinem Modetrend. Ich weiss, was mir gefällt, und kaufe etwas oder lasse es mir anfertigen, weil es mir gefällt und nicht weil es angesagt ist.

Im Seefeld fühle ich mich sehr wohl

Ich lebe und arbeite nun seit über 20 Jahren im Kreis 8, der sich in dieser Zeit ziemlich verändert hat. Diverse kleine kreative und spezielle Geschäfte, Firmen und Handwerker mussten wohl kostenbedingt Finanzinstituten, Immobilienfirmen und Anwaltskanzleien das Territorium überlassen. Auch viele schöne alte Häuser wurden abgerissen und an deren Stelle uniforme 08/15 Neubauten erstellt, sicherlich mit hohem Ausbaustandard und Luxus, aber ohne Charme, Kreativität und Stil. Trotz dieser Entwicklung, die auch ein entsprechendes Publikum nach sich zieht, beleben nach wie vor viele besondere, kreative und individuelle Menschen, Geschäfte und Firmen das Quartier, weshalb ich mich im Seefeld weiterhin sehr wohl fühle. Ich schätze auch das breite Gastro-Angebot: Apéro im Totò und anschliessend ins Miracle, Hornegg oder Schlüssel, die zu meinen Lieblingslokalen zählen. Und - ach ja - mein Lieblingsplatz, das ist die Badi Utoquai!


März 2015


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