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8 Fragen an James Wolfensberger, Apple-Spezialist, Eventmanager und DJ

«In den letzten Jahren wurde viel gebaut: neue Gebäude sind entstanden, die Preise sind in die Höhe geschossen und die Seefelder haben sich verändert.»

Tausendsassa James Wolfensberger ist seit einem Vierteljahrhundert fest im Seefeld verankert. Egal ob als Apple-Spezialist, Eventmanager oder DJ – der sympathische Seefelder überzeugt. Sein Quartier kennt er mindestens genauso gut wie seine Hosentasche und nimmt die Veränderungen, egal ob positiv oder negativ wahr. Dennoch liebt er das Seefeld wie vor 25 Jahren und möchte die magische Aura nie mehr wieder missen müssen. Was er sonst noch so über den Kreis 8 denkt, und was er trotz reichem Angebot vermisst, verriet er uns im Gespräch.

Seit wann sind Sie im Seefeld?

Ich wohne und arbeite seit rund 25 Jahren im Seefeld.

Welchen Bezug haben Sie zum Seefeld?

Es ist mein «Kiez», mein Zuhause. Ich kenne fast jede Person aus dem Quartier, was es unheimlich familiär und fast schon dörflich macht.

Was macht das Seefeld einzigartig?

Tagsüber lebt und vibriert das Seefeld. Abends ist es gesellig und ruhig. Der See ist in der Nähe, die vielen Bäume und die schönen Lichtstimmungen verleihen dem Quartier eine magische Aura.

Wie hat sich das Quartier in den letzten Jahren verändert?

In den letzten Jahren wurde viel gebaut: neue Gebäude sind entstanden, die Preise sind in die Höhe geschossen und die Seefelder haben sich verändert. Die Gentrifizierung des Seefelds hat eine Umschichtung ausgelöst – in der Regel können sich heute fast nur Besserverdienende und Expats das Leben im Seefeld leisten.

Was vermissen Sie im Quartier?

Es wäre für das Quartierleben sehr schön, wenn wir einen Markt hätten, keinen öffentlichen Verkehr und man das Projekt Seilbahn vom Bahnhof Tiefenbrunnen, statt vom Chinagarten, nach Wollishofen planen würde.

Es wird oft von der Seefeldisierung gesprochen. Was denken Sie darüber?

Ich bin kein Nostalgiker. Ich empfinde das Seefeld heute immer noch als sehr familiär und sehr lässig. Die Gentrifizierung hat eine gewisse Internationalität gebracht, was ich gut finde. Wir leben in einer globalen Welt und wir sollten offen sein. Natürlich ist alles eine Frage der Balance. Die Stadt sollte weiter darauf achten, dass die mittleren und unteren Bevölkerungsschichten nicht gesamt verdrängt werden.

Welche Seefelder Persönlichkeit darf auf unserem Portal nicht fehlen und warum?

Für mich wäre das Claudia Silberschmidt von Atelier Zürich.

Nennen Sie uns ihre persönlichen Hotspots im Seefeld.

Eigentlich ist das meine kleine Wohnung und der dazugehörige Balkon. Ich liebe es, abends unter den Linden zu sitzen und den Gesprächen im Restaurant gegenüber, und dem fröhlichen Treiben auf der Strasse zuzuhören. Ansonsten sind meine Hotspots das Restaurant Miracle, der Shop Frohsinn, das Gelati am See und das Mame Café.

November 2018


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