Das Gebiet rund um die Dufour- und Hornbachstrasse steht im Fokus
Quartierblock Riesbach: Mehr Raum fürs Quartierleben – oder unnötiger Eingriff?
Im Zürcher Seefeld steht ein neues Thema zur Diskussion: Die Stadt plant im Gebiet rund um die Dufour- und Hornbachstrasse einen sogenannten Quartierblock. Ziel dieses Projekts ist es, den Durchgangsverkehr zu reduzieren und mehr Raum für das Quartierleben zu schaffen. Gleichzeitig stellt sich für viele Anwohnende und Gewerbetreibende die Frage, ob ein solcher Eingriff im Quartier überhaupt notwendig ist.
Text: Zoran Bozanic
Was ist ein Quartierblock?
Quartierblöcke umfassen mehrere Quartierstrassen und Häuserreihen. Durch verkehrliche Massnahmen – etwa Einbahnführungen oder Sackgassen – soll der Durchgangsverkehr reduziert werden. Die Zufahrt für Anwohnende, Lieferdienste, Notfalldienste sowie Entsorgung bleibt weiterhin gewährleistet.
In einer ersten Pilotphase setzt die Stadt auf flexible Elemente wie Bänke, Pflanztröge oder zusätzliche Veloständer. Damit soll der Strassenraum kurzfristig aufgewertet und für Fussgängerinnen, Fussgänger und Velofahrende attraktiver gestaltet werden. Ein weiteres Ziel ist eine höhere Verkehrssicherheit, insbesondere auf Schulwegen.
Unterschiedliche Perspektiven im Quartier
Während Befürworterinnen und Befürworter in Quartierblöcken eine Chance sehen, den öffentlichen Raum aufzuwerten und die Lebensqualität zu erhöhen, äussern andere Stimmen Bedenken.
Einige Gewerbetreibende befürchten beispielsweise, dass zusätzliche Verkehrsbeschränkungen die Erreichbarkeit von Geschäften erschweren könnten. Andere fragen sich, ob sich der Verkehr dadurch auf wenige verbleibende Strassen verlagern könnte.
Auch Themen wie Lärmentwicklung, Aufenthaltsqualität und mögliche Auswirkungen auf das Quartierleben werden derzeit diskutiert.
Petition fordert vertiefte Prüfung
Parallel zur Planung wurde eine Petition lanciert, die eine kritische Überprüfung des Projekts fordert. Darin wird unter anderem die Frage gestellt, ob im Quartier tatsächlich ein Verkehrsproblem besteht, das einen solchen Eingriff rechtfertigt. Zudem wird mehr Transparenz hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf Verkehr, Lärm und das lokale Gewerbe verlangt.
Diskussion im Quartier
Wie sich das Projekt weiterentwickelt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Klar ist: Der geplante Quartierblock wirft wichtige Fragen auf – zur Mobilität, zur Nutzung des öffentlichen Raums und zur Zukunft des Quartiers.
Wer sich näher informieren oder die Petition einsehen möchte, findet den entsprechenden Link hier:
→ Link zur Petition
5. März 2026

