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Wir trafen den leidenschaftlichen Musiker Marc Boehrer in seinem Lieblingslokal «Totò»

Marc Boehrer: «Mit 11 war mir klar, dass ich eines Tages Teil einer klangvollen Welt sein werde.»

Am Donnerstag, 16. Juni 1988, kurz nach Mittag, fragte mich mein Vater damals, ob ich ihn an ein Konzert in Basel begleiten möchte. Durch seine Freundschaften zu Mitgliedern der Band, durften wir vom Soundcheck auf der Bühne, über Backstage-Erlebnisse bis hin zum Limousinentransport und dem Konzert alles hautnah miterleben. Es war mein erstes Musikkonzert, welches mein Leben prägte und ich wusste, dass ich eines Tages Teil dieser klangvollen Welt sein werde.

Die Musikbranche ermöglicht es mir, mit fantastischen Menschen auf der ganzen Welt täglich in Kontakt zu sein und immer wieder aufs Neue inspiriert zu werden. Es ist ein polyvalentes Universum, welches einem die Freiheit gibt für unbestimmte Zeit inne zu halten, bis man sich wieder an etwas neuem orientiert und weiter geht. Ein Umfeld in dem Nationalitäten, Religionen und Ethnien keine Rolle spielen, sondern Talent, Leidenschaft und der Wille zum Erfolg. Diese Mischung entspricht meinen Vorstellungen vom Leben und meinen Ansprüchen an mich selber.
Angefangen bei Musiklabels über Bandmanagements in London, bin ich heute CSO bei der Starticket AG. Weiter nehme ich durch mein Netzwerk für die Loud Entertainment GmbH Agenten- und Vermittlungsaufträge zwischen Künstlern und Veranstaltern wahr.
 
Ein strukturiertes Leben ist die Basis um kreativ zu sein

Ich bin davon überzeugt, mit Leidenschaft und vollem Bewusstsein, für sich selbst und sein Umfeld, durch das Leben zu gehen. Das gewisse Etwas, sei es in Design, Mode, Architektur, zwischenmenschlichen Beziehungen, Spiritualität und schlussendlich auch im Beruf fasziniert mich. Je nach Bereich äussert sich dieses gewisse Etwas unterschiedlich. Es bringt mir nichts einen unbekannten Musiker zu entdecken der wie Ed Sheeran klingt oder das gleiche macht, ich will etwas hören und sehen was ich noch nicht kenne.
Ich versuche die angenehmen Seiten des Lebens in vollen Zügen auszukosten. Der Ausdruck  «épicurien» bringt dies sehr gut auf den Punkt. Ein essenzieller Teil dieser Philosophie ist es, genussvolle Erlebnisse zu teilen. Vor allem im Seefeld spüre ich, unter Gleichgesinnten zu sein welche diese Ansicht teilen.
 
Mit dem Seefeld verbinde ich Emotionen welche mich als Person ausmachen

Das Seefeld schafft es, das engstirnige und die mediterrane Leichtigkeit mit viel Charme zu verbinden. Die Lage und die Nähe zum Wasser, sowie die lockere Lebensart der Menschen gepaart mit den grauen Mauern und dem unendlichen Dschungel an Beschilderungen kreiert eine spezielle Symbiose. Das Seefeld gibt jedem seiner Bewohner die Chance, sein Seefeld so zu erleben wie er es möchte. Ich mag die internationalen und individuellen Vibes sowie die kreative Intensität im Seefeld. Wenn ich an Sonntagen in Zürich bin, spaziere ich gerne am Morgen dem See entlang bis zum Bellevue, hole mir einen Espresso und begebe mich auf Entdeckungsreise. Die Brasserie Schiller und der Optiker Sehfelder wirken wie Eingangspforten, die man passiert und dabei merkt, dass man wieder zu Hause ist. Die Boutiquen, die Galerien, die Restaurants, die Cafés – ich habe jedes mal das Gefühl wieder etwas Neues zu sehen. Mein absoluter Lieblingsort ist das Toto. Man grüsst sich immer so herzlich – selbst wenn man mal länger nicht da war. Ich mag das leicht avantgardistische und vor allem die elegante und doch gemütliche Einrichtung.

Ich bin Stadtzürcher und es gibt viele schöne Orte auf dieser Welt aber nirgends fühlte ich mich jemals so angekommen wie im Seefeld.

Text: Leila Alder

September 2019


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