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Die Kehrseite der schönen Sommerabende

Das Sommerwetter zieht die Güsel-Grüsel an

Die heissen Temperaturen ziehen viele Abfall-Sünder ans Zürcher Seebecken. Obwohl die Stadt bis zu 60 zusätzliche Abfallcontainer zur Verfügung stellt, lassen viele Menschen ihren Müll trotzdem auf den Wiesen liegen. Das erste Sommerwochenende hat bereits seine hässlichen Spuren hinterlassen. Die heissen Temperaturen von bis zu 30 Grad lockten über die freien Tage Tausende Menschen an das Zürcher Seebecken. Es wurde gegrillt, gegessen und getrunken – und der Abfall blieb vielerorts liegen.

Zoran Bozanic vom Online-Magazin «Zürich Kreis 8» war geschockt, als er am Sonntagmorgen mit seinem Hund spazieren ging. Vor und neben der Chinawiese waren Abfallberge zu sehen. Unzumutbare Zustände, wie er gegenüber BLICK sagt. «Es ist unglaublich, was alles auf dieser Wiese liegen bleibt. Sogar Joints oder Spritzen liegen teilweise herum. Das ist sehr gefährlich, wenn man mit Kleinkindern oder Hunden dort vorbei spaziert.»

Littering Seefeld Kreis 8

«Das ist eine absolute Schweinerei»

Auf Facebook postet er nach dem Spaziergang Fotos davon und wirft die Frage auf: «Warum sieht man so was in San Francisco, Sydney oder Kapstadt nicht. Woran liegt das, dass so viele Menschen hier keine Parkkultur haben?». Viele der Nutzer sind gleicher Meinung: «Das ist eine absolute Schweinerei!» Ein anderer Nutzer schreibt: «Muss überhaupt so viel Einwegmüll produziert werden?»

Bozanic hätte einige Lösungsvorschläge. «Die Stadt könnte Schilder aufstellen, die die Besucher bildlich darauf hinweisen, den Abfall zu entsorgen. So verstehen dies auch Touristen, die eine andere Sprache sprechen», sagt Bozanic. Auch Bussen für Littering wären seiner Meinung nach eine Lösung: «Wenn es den Leuten ans Portemonnaie geht, dann funktioniert es.»

Abfälle neben einem überfüllten Container hingegen findet er nicht schlimm: «Diese Personen haben sich bereits bemüht und wollten ihren Müll entsorgen. Man darf von den Menschen nicht erwarten, dass sie den Abfall wieder mit nach Hause tragen.»

Littering Seefeld Kreis 8

Bis zu sechzig zusätzliche Abfallcontainer

An einem schönen Sommerabend kämen entlang des Zürcher Seebeckens bis zu vier Tonnen Abfall zusammen, sagt der ERZ-Sprecher Daniel Eberhard. Aussergewöhnlich sei das aber nicht: «Wir besitzen die nötigen Ressourcen, um die Stadt sauber zu halten. Um 5 Uhr morgens beginnen wir mit Putzen und spätestens um zehn Uhr ist das Seebecken wieder sauber.»

Im Sommer stelle die Stadt Zürich ausserdem bis zu sechzig zusätzliche Abfallcontainer in den Seeanlagen zur Verfügung. «Falls aber auch diese überfüllt sein sollten, ist es besser, den Abfall nebenan hinzustellen, als auf einer Wiese liegen zu lassen», so Eberhard.

Auch Zoran Bozanic hat lobende Worte für die Stadt Zürich: «Ihre Arbeit ist hervorragend. Am Sonntagmorgen war bereits um halb neun Uhr alles wieder sauber.»

Karin Frautschi, blick.ch

Juni 2019


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