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stereo fashion: Auf Tuchfühlung bei Daniel Frei - zur Nachahmung empfohlen!

Drei Mal bin ich an der Seefeldstrasse 66 vorbeigegangen, bin vor den grossen Schaufenstern stehen geblieben und habe mir fest vorgenommen, beim nächsten Mal in den Laden zu gehen, denn ein bisschen Zeit muss man dafür haben. Gemerkt habe ich mir die Boutique nicht nur wegen des Namens «stereo» - der offensichtlich deshalb gewählt wurde, weil es Mode für Damen und Herren gibt und die Boutique zwei Eingänge hat. Nein, gemerkt habe ich mir das Geschäft, weil sich das Angebot erfrischend anders präsentiert, Lust darauf macht, etwas Neues zu entdecken. 

Es ist das modische Etwas, mit dem man sich augenblicklich versteht, sich anzufreunden vermag, weil es einfach chic aussieht, weil man weiss, das kann man tragen, das will man haben. Und: Es ist nicht Stangenware am Laufmeter, was man hier findet, es sind ausgesuchte einzelne Stücke, die es in jeder Grösse nur gerade einmal, höchstens zweimal gibt. Die einzelnen Teile sehen zudem anmachend gut aus, Verarbeitung und Material fühlen sich hochwertig an, versprechen hervorragende Qualität. Wenn man sich näher umsieht, entdeckt man auch erstklassige Brands wie 7 For All Mankind, Nabholz, Drykorn, Circolo 1901, Style Butler, Preventi shoes, C.P. Company - nein, es gibt noch eine ganze Reihe weitere Label. 

stereo fashion zürich

Foto: Seidenkleid von INTROPIA

Viel Mode für Individualisten, kein banaler Mainstream

Wenn sich bei «stereo» eine Dame ihre Garderobe zusammenstellen liesse, so bin ich sicher, würde sie bestimmt überall eine gute Figur machen. Und ein Mann würde von casual bis business stylisch nur Komplimente erhalten - ja, denn Mann findet hier selbst einen schicken, qualitativ hochwertigen Sakko von Circolo 1901 und rahmengenähtes Schuhwerk von Allen Edmonds. Bei «stereo» wird einem schnell klar, was den eleganten Unterschied ausmacht: viel Mode für Individualisten, kein banaler Mainstream. 

Das Gespür dafür, was Kunden möchten, woran sie Freude haben

Stereofashion gibt es nun schon seit 13 Jahren, genau seit dem 03.03.03 - das sei keine Schnapszahl, es war mehr schöner Zufall, sagt Daniel Frei, sichtlich stolzer Inhaber der Boutique an der Seefeldstrasse 66. Das Geschäft mit Mode sei kein leichtes, zu viele seien enthusiastisch eingestiegen und nach einem ersten Höhenflug brutal abgestürzt. Er habe selbst viele Lehrjahre gebraucht, um sicher gehen zu können, etwas Solides aufzubauen. Angefangen habe er mehr zufällig in dieser Branche. Zuvor bekochte er Geschäftsleute in der Wirtschaft zum Doktorhaus Wallisellen, er war in den USA, kam danach eher zufällig ins TMC Fashion Square, wo er den Textilhandel bei Pronto Moda von Grund auf erlernte, begleitend die Textilfachschule besuchte. Hier erlebte er, was es hiess, mit der ersten Maschine der Air France nach Paris zu fliegen, im Quartier Sentier ab Stange die richtige Ware zu finden, zu bestellen, gleichentags zurück zu fliegen, 48 Stunden später die inzwischen angelieferte Ware den besten Modehäusern zu verkaufen. Daniel Frei entwickelte in dieser Zeit das notwendige Gespür für Trends, Schnitte, Materialien, Qualität und das Wissen, was die Kunden haben möchten, woran sie Freude haben. In dieser Zeit befreundete er sich auch mit seinen wichtigsten Kunden, den Chefeinkäufern von Geschäften wie Feldpausch, PKZ und etwa Herren Globus. Im Gespräch mit ihnen kam Daniel Frei schliesslich auf das Konzept für «stereo»: urban chic. 

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Foto: Armed Angels Frühling/Sommer Kollektion

Noch etwas: Schon lange bevor es andere zum Thema machten, achtete Daniel Frei darauf, alle seine Geschäfte ethisch korrekt abzuwickeln. Fair trade war für ihn immer selbstverständlich, Kinderarbeit seit jeher undenkbar. Auch neue Ressourcen sind ein Thema. Als andere noch lange zögerten, hatte sie Daniel Frei schon längst im Angebot - feinste Stoffe aus Bambusfasern, die beim Erfühlen eines T-Shirts echte Glücksgefühle auslösen - ein Must-have! Und bei seinem Lieblingsmaterial darf man bei Daniel Frei sicher sein: Kaschmir ist bei «stereo» wirklich Kaschmir.

www.stereofashion.ch

Text: Thomas Gysin


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