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Er weiss aus vielen kleinen Schönheiten den grossen Unterschied zu machen: Clifford Lilley.

Clifford Lilley ist schon immer mit weit offenen Augen durchs Leben gegangen, hungrig nach Neuem, dem er ganz zuerst das Positive abgewinnen möchte, es an den kleinen versteckten Schönheiten misst, die andere erst viel später, wenn überhaupt zu entdecken vermögen. Nur mit positivem Denken könne man es ein klitzekleinbisschen weiter bringen als der Rest der Welt. Clifford sagt das leise und bescheiden, und wer gut zuzuhört, erfährt dabei, dass man mit sensibler Sensorik und Feingefühl die schönen Momente im Leben noch etwas schöner zu erleben vermag.

Clifford ist ursprünglich Südafrikaner, wuchs in Simon's Town auf, dort wo die Royal Navy südlich von Cape Town ihre Marina hatte. Neben einer Ausbildung zum Schaufensterdekorateur besuchte er die Theaterschule an der Universität von Cape Town, wo er schliesslich Schauspieler wurde. Es sei das Beste gewesen, was ihm im Leben habe passieren können, es war eine sehr schöne Zeit, in Johannesburg habe er seine ersten grossen Auftritte und Erfolge feiern können. Durch Freunde verschlug es ihn 1979 in die Schweiz, zuerst nach Winterthur, das Land kannte er zwar von früheren Besuchen, er konnte aber weder Deutsch noch Französisch, das sei schon schwierig gewesen. Allein seine Art, die Welt zu entdecken und auf Menschen zugehen zu können, habe ihm sehr geholfen. Und natürlich seine Erziehung, er habe von klein auf gelernt, offen und ehrlich zu sein, andere Menschen und deren Ansichten zu respektieren.

Clifford Lilley @ Villa Egli

Wohnungssuche im Seefeld: Einmal anklopfen, guten Tag sagen, den Mietvertrag unterzeichnen, nach 35 Jahren immer noch da wohnen.

Dafür muss man schon Clifford Lilley sein - gut, das war 1980, eine andere Zeit. Bei einem Spaziergang am See entdeckte Clifford die Villa Egli. Er hörte Musik, sah Leute Ballet tanzen, war angetan vom Haus und dem Charme, das es ausstrahlte, er fasste sich ein Herz und klopfte an die Tür. Es war Herta Bamert, die öffnete, den jungen Mann hereinbat. Die beiden verstanden sich auf Anhieb, Clifford zog an der Höschgasse 4 ein, wohnt auch heute immer noch da. Anfänglich schlug sich Clifford auf der Bühne durch, im Schauspielhaus, auch an der Oper, wegen der Sprachschwierigkeiten waren es kleine Nebenrollen, die er erhielt, diese aber so gut spielte, dass er mit allen damaligen Grössen der Theaterbühne auftreten konnte - Maria Becker, Anne-Marie Blanc, Christoph Waltz. Auch wenn er nur Edelstatist war, wie Clifford meint, es sei eine wunderbare Zeit gewesen, er habe viele Freunde kennengelernt. Doch sein Leben war damit nicht ausgefüllt.

Clifford Lilley

Und plötzlich stand Clifford Lilley inmitten der Zürcher Modewelt.

Clifford organisierte Charity-Veranstaltungen, so für die World Runners zum Thema Welthunger, er organisierte Konzerte und Events, und er verstand es, Leute mit seiner Energie mitzureissen, zu begeistern. In dieser Zeit begegnete er auch der Zürcher Modewelt, Trudi Götz, Oliver Burger, Hannes B. Hannes B, war es auch, der Clifford zu sich ins Geschäft holte und zum Verkaufsleiter machte. Über prominente Kunden kam Clifford schliesslich nach Leutschenbach, zum Schweizer Fernsehen, wo er hinter der Bühne als Stylist dafür zuständig war, TV-Stars vor der Kamera noch besser aussehen zu lassen.

Cinderella mit Michele Hunziker, Modeexperte bei Servus-TV, Schwul macht cool bei RTL2, Tele Zürich und natürlich Glanz & Gloria...

Der Weg vor die Kamera war eigentlich nur eine Frage der Zeit, Clifford avancierte zur Stilikone, zu einem Modeguru, den er, so sagt er heute, nie habe sein wollen, das sei doch Quatsch. Er sehe sich in erster Linie als Mensch, der vielleicht etwas habe, was andere nicht hätten, das er teilen möchte, weitergeben, als Freund. Man glaubt es ihm, Clifford ist jemand, der den anderen ins Herz zu schauen vermag und ihnen sagen und zeigen kann, wie sie sich ihre Wünsche erfüllen können. Es ist das, was Clifford eingangs von sich preis gegeben hat:
Man solle hungrig durchs Leben gehen, positiv denken, Neues entdecken, an versteckten Schönheiten Freude haben, auf die innere Sensorik hören, mit Feingefühl die schönen Momente erleben. Heute ist Clifford Lilliey ein gefragter Referent in Sachen Mode, Stylist und Imageberater und als solcher in den Medien ominipräsent.

Auf dem Spaziergang durch den Kreis 8 besuchten wir mit Clifford Lilley spontan ein paar Adressen, die, so sagt er, auch uns positiv zu inspirieren vermögen.

Clifford Lilley @ Frohsinn

Bei Frohsinn seien es die vielen inspirierenden Trouvaillen, Dekoelemente, Porzellan, Kleider,  Bücher, man solle hier herkommen und sich Zeit nehmen, es lohne sich...

Clifford Lilley @ Vestibule

Bei Vestibule trifft man auf französischen Chick, Mode für junge Menschen mit Sinn für das Extravagante, ein Must für alle, die nicht aussehen möchten wie alle andern ...

Clifford Lille @ stereo fashion

stereo fashion ist die Adresse für Frauen und Männer, die qualitativ hochwertige Labels schätzen, sich gerne von casual bis business stylistisch kleiden, individuell, nicht einfach mainstream.

Clifford Lilley @ Eden au Lac

Clifford Lilley @ Eden au Lac

Im Eden au Lac trifft sich Clifford gerne zu einem Meeting mit Kunden, bei einem Tee, die Atmosphäre - Clifford nennt sie «old world» - sei prädestiniert für ruhige, konstruktive Gespräche, wo man auch gerne kreativ werde. Und auf der Dachterasse - on the roof top - hier geniesst Clifford bei schönem Wetter gerne einmal einen Sonnenuntergang bei einem Glas Wein mit Freunden.

Clifford Lilley @ Susanne Wismer Blumen

Clifford Lilley @ Susanne Wismer Blumen

Blumen von Susanne Wismer, ganz klar, ohne Blumen könne sich Clifford eine Wohnung nicht vorstellen, er brauche sie, sie sollen jeden Augenblick schöner machen, am besten zu Klaviermusik von Hayden, Chopin, Beethoven - oder zu einer Oper von Verdi oder Puccini!

Clifford Lilley @ envoyage

Mühle Tiefenbrunnen, envoyage, wenn Clifford für jemanden eine schöne Tasche aussucht, geht er zuerst zu envoyage, hier fänden sich qualitativ hochwertige und zauberhafte Kreationen.

Clifford Lilley @ Seepromenade

Im Seefeld zuhause, exklusiv natürlich, in der Villa Egli, direkt am See - und ja, Clifford ist sportlich, er joggt und fährt Velo - «ich bin ja en richtiger Zürcher, gäll!»


Text: Thomas Gysin
Fotograf: Zoran Bozanic

Juni 2015


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