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Begegnet im Ristorante Tot?

Leila Alder - Im «Achti» angekommen

Aufgewachsen in Kilchberg, war mir das Seefeld natürlich ein Begriff. Mein allerliebstes Gebäude in ganz Zürich, das Opernhaus, in dem ich ab und zu ein Ballett schauen gehen durfte, stand schliesslich gleich dort. Tiefer rein ins «Achti» zog es mich dann aber erst einige Jahre später – der Liebe wegen.

Nicht nur ihn zu lieben lehrte mich der junge Mann, sondern auch das Quartier, in dem er aufwuchs und noch immer wohnte. Bei unserem ersten Date im Totò, fiel mir sofort auf wie sich irgendwie jeder zu kennen schien. Die vertraute und entspannte Atmosphäre lag also definitiv nicht nur an meinem umwerfenden Gegenüber. Von da an zog es mich Tag für Tag in den sonnigen, freundlichen Kreis. Frühstück im Hammam Basar, Homeoffice im Tibits, Apéros im D-Vino, Ballettunterricht in der Villa Egli, Einkaufen im Bachsermärt – das Seefeld hatte mich in seinen Bann gezogen.

Leila Alder

Ristorante Totò - hier fing meine «Kreis 8» Reise an

Seither sind einige Jahre vergangen. Der Seefeld-Junge noch immer an meiner Seite und auch die Liebe zum Quartier noch immer riesig. Es mein Zuhause nennen zu können, war schon lange ein grosser Wunsch, ob und wie ich mir eine Wohnung im Kreis 8 leisten konnte bescherte mir allerdings Bauchschmerzen. Nach einer missglückten WG-Erfahrung, im Industriequartier, begab ich mich auf die Suche nach meinen eigenen vier Wänden – was für eine Herausforderung in der Limmatstadt! Ich stürzte mich in den aussichtslosen Besichtigungs-Marathon. Eines Tages, beim erneuten Durchstöbern der Wohnungsanzeigen, als ich die Hoffnung schon beinahe aufgegeben hatte, stach mir eine Ausschreibung, oder genauer genommen die Postleitzahl darunter, direkt ins Auge: 8008. Zu meinem Erstaunen lag auch der Mietpreis tatsächlich in meinem Budget. Bereits am nächsten Morgen trat ich, im Rahmen einer individuellen Besichtigung, über die Schwelle der kleinen Wohnung an der Fröhlichstrasse im Seefeld. Ein paar Tage später war sie, trotz zahlreichen anderen Bewerbern, meine. Beim finalen Treffen für die Unterzeichnung des Mietvertrages erreichte die schicksalshafte Fügung dann ihren Höhepunkt: das Haus, in dem sich meine Wohnung befand, hatte denselben Eigentümer wie das, in welchem meine geliebten Grosseltern, die leider vor einiger Zeit von uns gegangen sind, 60 Jahre wohnhaft waren.

Text: Leila Alder

April 2018


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