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Hans Georg Hildebrandt: «Das Seefeld ist sehr familiär und der perfekte Ort, wo unsere Kinder aufwachsen können.»

Lieber HG Hildebrandt . Stell dich doch bitte kurz vor.
Ich bin Autor, Journalist, Familienvater und seit 2 ½ Jahren Produzent des Gents Swiss Roots Tonic Water. Neuerdings gibts auch Bitter Lemon und Ginger Ale.


Wie lange bist du schon im Seefeld zuhause?
Seit 2000. Einmal umgezogen, aber immer an der schönen Lindenstrasse.

Was liebst du am Seefeld?
Das Seefeld ist sehr familiär und der perfekte Ort, wo unsere Kinder aufwachsen können. Von aussen könnte man das Gefühl bekommen das Seefeld sei total yuppiesiert, aber dem ist nicht so. Es hat viel Quartierleben und ist familientauglich. Das Seefeld ist cool, lässig und ist das Tor zum Stadtzentrum.

Was ärgert dich am Quartier? Was könnte man optimieren?
Auf vieles hat man nicht wirklich Einfluss. Es sind die gleichen Probleme wie im Rest der Stadt Zürich: Der Druck von Personen/Institutionen mit sehr viel Geld ist hoch und verdrängt natürlich Familien, die hier wohnen und es sich halt irgendwann nicht mehr leisten können. Der Raum wird knapper. Es ist jetzt aber nicht so dramatisch wie es in gewissen Medien dargestellt wird. Die Lebensqualität im Seefeld ist hoch und man muss eigentlich nicht weiter optimieren. Das Meer fehlt halt, aber das ist ein nationales Problem;-).

Adrian Erni im Interview mit HG Hildebrandt

Wie hat sich das Quartier in den letzten Jahren entwickelt?
Es hat einen Haufen Neubauten gegeben, das merkt man schon und konnte dies auch beobachten. Grundsätzlich möchte man ja das alles gleich bleibt, aber das ist natürlich Wunschdenken. Aber die Veränderungen passieren in einem normalen Rahmen.

Wo bewegst du dich im Seefeld? Könntest du uns ein paar deiner Lieblingsplätze verraten – Einkaufen, Essen, verweilen, etc.?
Ich spiele sehr gerne Tennis in der Lengg, schlendere im Botanischen Garten, im Herbst mache ich am Hafen Riesbach bei „Glacé-Dani“ mein Mittags-Nickerchen oder bin auf dem Rondell in der Badi Tiefenbrunnen. Das Restaurant Totò dient mir manchmal als Büro und im Restaurant Iroquois hole ich ab und an Burgers für die Familie, wenn ich zu faul zum kochen bin. Sehr gerne war ich im Rush an der Höschgasse. Dies gibt es jetzt leider nicht mehr. Dafür baut jetzt dort eine Anwaltskanzlei ein ebenerdiges Sitzungszimmer. Das finde ich ziemlich daneben.

Wo bist du sonst unterwegs, wenn nicht im Seefeld?
Kronenhalle Bar, weiter komme ich nie (lautes Gelächter, dem Autor geht’s genauso). Der Sechseläutenplatz ist auch sehr lässig geworden, wenn er denn nicht mit irgendwelchen Events zugestellt ist. Manchmal gehe ich mit den Kindern auf den Üetliberg. Und in Örlikon gehe ich am Samstag auf den Markt.

Was hat das Seefeld für dich kulturell zu bieten?
Da gehört vor allem die Soziokultur dazu. Das GZ Riesbach. Alles was mit Schulaufführungen der Kinder zu tun hat. Sonst gibt es eigentlich nicht wahnsinnig viel, aber Kultur kann man ja in der Stadt zur genüge konsumieren.

Hast du eine spezielle Seefeld-Anekdote zum erzählen?
Ich habe sogar zwei! Das Seefeld wird von aussen ja immer ein wenig falsch eingeschätzt betreffend Ruhebedürfnis: nach der Erzählnacht im Schulhaus Seefeld sind noch ein paar Kinder nach 21 Uhr um die Häuser gezogen. Dann kam die Polizei und schickte die Kinder nach Hause, da die Veranstaltung nur bis 21 Uhr bewilligt war.

Und dann kam mir noch was extremeres in den Sinn: einmal haben vier Polizisten gleich unter unserem Fenster einen schwarzen, mutmasslichen Drogendealer verhaftet. Der hat dann die ganze Zeit laut rumgeschrien bis ihm der Polizist im holprigen Englisch gesagt hat: „Shut up people are trying to sleep“. Lustigerweise war es aber erst halb sieben Uhr Abends (lautes Lachen). Das Ruhebedürfnis der Seefelder wird meistens falsch eingeschätzt. Es gibt ein Leben nach 21 Uhr im Seefeld.

Text: Adrian Erni, Januar 2015


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