«Der Kreis 8 hat vieles zu bieten - überzeugen Sie sich selbst!»

Drei junge wilde PianistInnen in der Tonhalle

Das Zürcher Kammerorchester bringt drei junge wilde PianistInnen in den grossen Saal der Tonhalle. Den Auftakt macht der 20-jährige Jan Lisiecki, von der New York Times in den Himmel gelobt, weiter geht es mit der bezaubernden Olga Scheps und zum krönenden Abschluss spielt «Wunderkind» Teo Gheorghiu auf – bekannt und beliebt aus dem Schweizer Film «Vitus». Zürich Kreis 8 verlost für jedes Konzert zwei Tickets.

Jan Lisiecki

Das ZKO, im hinteren Seefeld gelegen, ist bekannt für seine Talentförderung. Auf seiner Bühne begrüsst es nicht nur Altbekannte, sondern stellt dem Publikum auch immer wieder neue Gesichter vor. Den Auftakt macht der 20-jährige Jan Lisiecki. Schon mit 15 Jahren unterschrieb er einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon. Später lobte ihn die New York Times in den Himmel der Pianisten, dazu kamen diverse Preise und Auszeichnungen. Lisiecki spielt am 1. März Werke von Mozart. Das Zürcher Kammerorchester erweitert das Programm um eine Sinfonie von Schubert und um ein Werk von Fabian Müller (ein «Canto» für Streichorchester, das dem Zürcher Kammerorchester gewidmet ist). Der Konzertmeister an diesem legendären Abend wird Willi Zimmermann sein.

Olga Scheps

Wie viele Musiker ihrer Generation gehört auch die 30-jährige Pianistin Olga Scheps zu jenen Jungstars, die gewissermaßen gegen ihr eigenes PR-Image anspielen müssen, um so ernst genommen zu werden, wie es ihnen gebührt. Scheps’ Debüt-CD, ein reines Chopin-Programm, wurde 2009 gleich mit dem Echo-Klassik-Preis prämiert. Als Tochter zweier Klavierspielenden hat Olga Scheps das Instrument wie eine Muttersprache erlernt: Ihr Rubato, ihr freier Umgang mit Beschleunigung und Verlangsamung, ist weit mehr als nur subjektive Manier. Bei aller Zartheit klingt Scheps’ Spiel nie überzuckert (und das ist eine Kunst), eher subtil melancholisch. Mit ihrer Musikalität, ihrer Bühnenpräsenz und ihrem warmen Anschlag hat sich Olga Scheps einen Platz unter den etablierten und gefragten Pianisten ihrer Generation erobert. Sie wird am Dienstag, 8. März, im grossen Saal der Tonhalle Werke von Tschaikowsky, Rachmaninoff und Prokofjeff zum Besten geben.

 Teo Gherorghiu

Nicht mehr vorzustellen braucht man Teo Gheorghiu in unseren Breitengraden. Seit er in Fredi Murers Film «Vitus» das Wunderkind am Piano gespielt hat, ist seine Karriere vorgezeichnet. 1992 als Sohn rumänischer Eltern in Männedorf am Zürichsee geboren, hat Teo einen aussergewöhnlichen Werdegang hinter sich, der ihn schon als Kind ins Ausland geführt hat. Als Gheorghiu vier Jahre alt war, kaufte sich seine Mutter ein Klavier: «Sie wollte selber spielen, kam aber kaum dazu», erinnert sich der Pianist. «Weil ich die Tasten mehr streichelte, als auf ihnen herum zu hämmern, schenkte sie mir zum fünften Geburtstag Klavierstunden.» Er, der Bachs Brandenburgische Konzerte schon im Mutterbauch vorgespielt bekam, zieht ältere — meist verstorbene — Pianisten wie Vladimir Horowitz oder Dinu Lipati vor. Der heute 23-Jährige ist überzeugt und unglücklich darüber, dass ein Meisterpianist wie Glenn Gould, der während seiner berühmten Aufnahmen der Goldberg-Variationen hörbar mitsummte, heute keine Chance mehr hätte. Gheorghiu gewann Piano-Preise in San Marino und Weimar sowie den Beethoven-Ring des Beethovenfestes in Bonn. Er spielt im Grossen Saal der Tonhalle am Freitag, 18. März zusammen mit dem Zürcher Kammerorchester Werke von Mozart, Rachmaninoff und Balakirew.

Alle Details zu den genauen Spielzeiten und den aufgeführten Werke finden Sie unter: http://zko.ch/konzertkalender/

Mit drei so talentierten Jungkünstlern fällt die Entscheidung, welches Konzert man besuchen soll, schwer. Daher lässt man sich am besten gleich mehrfach verzaubern und besucht alle drei Konzerte zum Preis von zwei.

Text: Adrian Erni

Februar 2016


Zürich Kreis 8 Newsletter

Um informiert zu bleiben und regelmässige Updates zu erhalten, können Sie unseren Newsletter hier abonnieren - kostenlos und unverbindlich.




Schliessen