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8 Fragen an Walter de Gregorio, selbständiger Berater

Walter de Gregorio: «Die Seefelder sind eine Big Family»

Mit seinem nonchalanten Auftreten und einer gesunden Portion Humor hat Walter De Gregorio als ehemaliger Kommunikationschef der Fifa für ordentlich Gesprächsstoff gesorgt. Seit 13 Jahren dient ihm das Seefeld als Zuhause, Rückzugsort und seit er 2016 sein Beratungsunternehmen gegründet hat auch als Arbeitsplatz. Übers Bellevue hinaus zieht es De Gregorio fast nie. Lieber trinkt er im Toto, das er gerne auch sein zweites Wohnzimmer nennt, einen Kaffee. Und genau dort haben wir De Gregorio für unsere neue Rubrik «8 Fragen an…» getroffen.

Seit wann sind Sie im Seefeld?

Seit ich 2005 aus Rom, wo ich eine Weile gelebt habe, zurückgekehrt bin. Es war für mich von Anfang an klar, dass ich ins Seefeld wollte – auch wegen meinem Sohn, der in Rom zur Welt kam und noch ziemlich klein war. Das Seefeld gibt dir eine soziale Sicherheit, die mit einem Kleinkind unglaublich wertvoll ist.

Welchen Bezug haben Sie zum Seefeld?

Ich arbeite und wohne im Seefeld. Da ich selbstständig bin, erledige ich meine Arbeit oft auch von Zuhause aus. Grundsätzlich bewege ich mich eigentlich gar nicht mehr aus dem Quartier heraus. Wenn ich übers Bellevue aus gehe, hab ich schon fast das Gefühl ich müsse den Pass einpacken.

Walter de Gregorio

Was macht das Seefeld einzigartig?

Die kleinen Betriebe, die Nähe zum See und all die wunderbaren Grün?ächen wie die Chinawiese. Zudem ist das Seefeld wie ein kleines Dorf mitten in der Stadt. Man kennt sich. Dadurch entsteht diese familiäre Atomsphäre – die Seefelder sind eine Big Family. Ein weiterer Punkt ist die Erdung und die Ruhe, die mir das Seefeld gibt. Durch meinen Job, bei dem ich viel reise und Zeit im Ausland verbringe, bin ich immer froh, wenn ich einfach in mein gewohntes Umfeld zurückkehren und so richtig abschalten kann.

Wie hat sich das Quartier in den letzten Jahren verändert?

In meinen Augen zum Guten. Es sind viele tolle Leute zugezogen. Es haben einige neue Lokale erö?net, die wunderbar ins Seefeld passen, und einige sehr gelungene Renovationen und Modernisierungen von alten Lokalen wurden durchgeführt. Ich bin froh haben wir keinen Mc Donald’s oder Starbucks hier. Eine andere positive Veränderung gab es zudem beim FC Seefeld. Seit Marc Caprez das Präsidium übernommen hat, wird verstärkt auf Spieler aus dem Seefeld gesetzt, was den Teamgeist und damit auch den ganzen Verein auf ein ganz anderes Level gehoben hat. Das ?nd ich super!

Was vermissen Sie im Quartier?

Ein Markt, mit Frischwaren wie es ihn am Bürkliplatz oder auch am Helvetiaplatz gibt, fehlt definitiv im Quartier. Zudem wär so ein kleines Arthouse Kino auch noch ganz nett.

Es wird oft von der Seefeldsierung gesprochen. Was denken Sie darüber?

Richtig urteilen kann ich darüber nicht, weil ich das Ganze gar nicht so wirklich mitbekomme in meinem Umfeld. Es ist in meinen Augen aber sehr wichtig, dass Wohnräume für Normalverdiener bestehen, wenn dies nicht der Fall sein soll, finde ich das sehr schade. Das Quartier lebt von der Durchmischung und der Buntheit.

Welche Seefelder Persönlichkeit darf auf unserem Portal nicht fehlen und warum?

Zwei Originale, die für mich einfach zum Seefelder Urgestein gehören: Das ist zum einen Stephan Feierabend mit seinem unverwechselbaren Dandy-Look und zum anderen Ivo Zappia.

Nennen Sie uns ihre persönlichen Hotspots im Seefeld.

Ich bezeichne es jetzt mal als mein «Bermudaviereck». Dazu gehören das «Totò», das «Iro», das «Yooji´s» und die «Höschgasse 33». Das «Totò» nenn ich mittlerweile auch gerne mein zweites Wohnzimmer.

Redaktion: Leila Alder

August 2018


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