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Tina's Kolumne: Bach, Bach, Bach...

Hegibach. Mühlebach. Wildbach. Hornbach - Bach...Bach...Bach

Überall im Seefeld heisst es Bach. Wieso hat aber ausgerechnet eine der attraktivsten Wohnlagen der Stadt Zürich, eines der unattraktivsten Gewässer? Weiter oben - wo man den Bach unter anderem als Werenbach, Elefantenbach oder auch Rietbach kennt - zählt das Gewässer zu den wenigen Wildbächen auf Stadtgebiet und ist eine beliebte Erholungsoase.

Unter dem Namen «Wildbach» fliesst der Bach dann weiter durch das waldige Tobel und in die flachere Zone des Seefelds, wo er zum Hornbach wird. Hier hat man den wilden Bach aus Hochwasserschutzgründen gezähmt. Das Wasser fliesst für den grössten Teil in einer halbrunden Rille eines breiten Betonkanals durch das Quartier.

Das der Hornbach optisch eher einem Abwasserkanal gleicht, ist vielleicht egal. Ökologisch gesehen, brachte diese Kanalisierung aber katastrophale Folgen mit sich.

Ursprünglich schwammen nämlich die Fische vom Zürichsee aufwärts in die Bäche um zu Laichen. Das durch den Kanal schiessende Wasser, wie auch die kleinen künstlichen Wasserfälle verhindern aber ein Hinaufwandern der Mutterfische. Durch das fehlende Kies und Gestein gibt es auch keinen Unterschlupf für die Tiere. Es ist ein Problem auf das man schweizweit immerwieder stösst. Würde es die Fischzucht nicht geben, wären viele Fischarten mittlerweile ausgestorben.

Es gibt aber Hoffnung für die Flora und Fauna des Hornbachs. Der Kanal bleibt zwar bestehen aber die Kanalsohle kann und soll verändert werden. So, wie es die Stadt bereits vor einigen Jahren im Testabschnitt zwischen Seefeld- und Dufourstrasse gemacht hat. Dort ist die unansehnliche Rinne verschwunden, sodass sich das Wasser seinen Weg nun auf der ganzen Breite des Kanals suchen kann.

Wenn also endlich auch der Rest vom Hornbach renaturisiert werden würde, könnten die Fische vom Zürichsee wieder bis in ihr Laichgebiet beim Botanischen Garten gelangen. Und ein bitzli schöner aussehen, würde es wohl auch, was dem Seefeld gut anstehen würde, selbst wenn es jetzt schon eines der attraktivsten Wohnquartiere der Stadt ist.

Text: Tina Masafret

Juni 2018


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