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Steffi Hidber Thierstein: «Ich freue mich über das klare JA zur Hornbachsiedlung»

«Crazy» ist eines meiner Lieblingsworte. Ich setze es immer und überall ein, auch in den unmöglichsten Situationen. Ein gutes Stück Kuchen? «Crazy». Die Kinder wollen am Mittwoch Nachmittag in die Badi? «Crazy». Seit fast zwanzig Jahren in derselben zahlbaren Wohnung im Seefeld leben zu dürfen? Definitiv «Crazy».

«Deine Kinder sehen den Himmel nie!» sagte mein Vater einmal, als meine Eltern bei uns essen kamen. Nun gut... man muss sich ein bisschen bücken, um aus Fenstern unserer Dachwohnung den blauen Himmel zu erblicken, anstatt direkt ins Wohnhaus auf der anderen Seite der Seefeldstrasse (in dem der «Oben Ohne Mann» lebt, den meine Kinder so getauft haben, weil er offenbar immer heiss hat, auch im Winter).

Erst war ich ein bisschen eingeschnappt, doch eigentlich hat mein Vater Recht: Mehr Stadt geht kaum. Wir haben bewusst darauf verzichtet, unsere Töchter in einem idyllischen Paradies mit Ballspiel-in-der-Strasse, eigenem Garten und... ehm, Himmel aufwachsen zu lassen. Dafür leben wir mitten im schönsten Quartier Zürichs. Und haben direkt vor der Haustüre zwei Tramlinien, zwei Buslinien, zwei Bäckereien, zwei Coiffeure, einen Metzger, ein Reformhaus, ein Unterwäscheladen UND ein Antiquitätengeschäft, in dem man einen ausgestopften Hund kaufen kann.

Steffi Hidber Thierstein
Wer braucht noch Vorort-Idylle?

Ich bin leicht abergläubisch, deshalb möchte ich hier eigentlich gar nicht erwähnen, wie glücklich ich mich schätze, noch immer im Seefeld wohnen zu dürfen und gehe gleich dreimal «Holz aalange».Wir gehören zu der raren Spezies, die einen Vermieter haben, dem die Menschen in seinem Haus wichtiger sind als das viele Geld, das er damit verdienen könnte. Ein wirklich feiner Mensch, dem ich regelmässig und innig weiterhin gute Gesundheit wünsche, damit wir auch noch lange in unserer gemütlichen Altbauwohnung bleiben können.

Egoistisch? Durchaus. Aber Sie müssen verstehen, dass mein Mann Nik und ich viele Freunde mitsamt ihren Kindern verloren haben. Und zwar an die Agglo. Wer im Kreis 8 Kinder kriegt merkt schnell, dass die zahlbare Familienwohnung Mangelware ist und zieht dann nach einigen mühevollen «ach, wir brauchen gar kein Kinderzimmer»-Jahren dann doch nach Hinwil, Hinteregg – oder, für die ganz Glücklichen – in den Zollikerberg. Dort haben zwar die Kinder schön viel Platz in der modernen Riesenwohnung mit offener Küche und Terrasse und schaurig schönem Holzboden... doch da gibt’s kein Dorf-in-der-Stadt vor der Haustüre, wie es das Seefeld für mich ist.

Hoppla. Das sollte eigentlich keine Abhandlung über die Familienflucht aus dem «Achti» werden. Es muss gesagt werden, dass sich mein Freundeskreis trotz der Abgänge um ein Vielfaches vergrössert hat in den letzten zehn Jahren, in denen meine Familie und ich die Seepromenade und das GZ Riesbach als Ersatz-Garten genutzt haben. Wir haben viele tolle neue Freunde gefunden im Quartier. Deshalb freue ich mich umso mehr über das klare JA zur Hornbachsiedlung und die Aussicht auf viele neue Menschen mit Kindern. Ich werde ziemlich sicher dessen frisch eingezogenen Bewohner stalken gehen, mit Körben voller Muffins und liebevollen «Willkommen!»-Broschüren mit den wichtigsten Seefeld-Tipps, von denen ich hier gleich schon mal ein paar verrate.

Steffi’s total subjektiven Seefeld-Bests

Die beste Pizza:
Miracle, Fröhlichstrasse

Die besten Geburtstagsgeschenke:
Papeterie Buchelt, Seefeldstrasse/Höschgasse

Die beste Parkbank:
Patumbapark, Mühlebachstrasse

Die beste Flirtgelegenheit:
Coop Höschgasse, aber erst zwischen 20:30 und 22:00 Uhr*

Der beste Kinderarzt:
Dr. Harald Schütze, Feldeggstrasse

Das beste Gipfeli:
Backbar, Fröhlichstrasse

Die beste Pediküre:
Pure Beauty Spa, Höschgasse/Zollikerstrasse

Der beste Köpfler - auf eigene Gefahr!:
Vom Schiffsteg rechts von der Fischerstube

Das beste Glacé:
Dani, natürlich. Immer zu Dani!

Die beste Massage:
Hammam Basar, Mühlebachstrasse

Vielleicht waren das jetzt ein paar Seefeld-Geheimtipps zuviel. Aber ich bin ein Glückskind, das hier leben darf. So kann ich ja ruhig ein bisschen vom Glück herumstreuen, nicht wahr?

Steffi Hidber Thierstein ist 41 Jahre alt und wohnt bereits fast die Hälfte ihres Lebens im Seefeld. Die Mutter zweier schulpflichtiger Töchter und Ehefrau eines Mountainbike-verrückten Polygrafen arbeitet als selbständige Journalistin und Texterin und betreibt mit www.heypretty.ch einen wahnsinnig unterhaltsamen und erstaunlich erfolgreichen Beautyblog, den jeder Mensch lesen müsste. Sogar die, die nicht im Seefeld wohnen.


Juli 2015


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