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Design und Möbel ist Kunst und Handwerk.

Er hat die ersten Nutzer des Internets mit Starterkits und Software beliefert, das war noch damals, als sich die Modems mit Schlafmusikgedudel ins World Wide Web einloggten. Und er hat die ersten Grossfirmen auf dem Weg von verstaubten Aktenschränken zur digitalen Datenarchivierung begleitet. Er – das war Stefan Egli. Heute entwickelt er mit jungen Schweizer Designern Möbel und Leuchten, produziert diese ausschliesslich in der Schweiz. Und er unterstützt Jungunternehmer mit seinem Marketing Know-How beim Startup. Er – das ist Stefan Egli. 

Es war eine spannende Zeit, die Entwicklung des digitalen Zeitalters von Anfang weg zu erleben und mitzugestalten, meint Stefan Egli rückblickend. Das Tempo, das es dabei einzuhalten galt, um nie etwas zu verpassen, erlaubte keine Ruhepausen. Man lebte irgendwie abgehoben in einer ganz eigenen, einer virtuellen Welt. Eher durch Zufall lernte er vor elf Jahren Leute kennen, die anders tickten, ihm Dinge zeigten, an denen er in den vergangenen Jahren offensichtlich vorbeigelebt hatte. Es waren junge Designer, sie erinnerten ihn wieder daran, dass es neben der virtuellen auch noch die reelle Betrachtungsweise im Leben gibt.  

Design ist wie ein Stück Zeitgeschichte.  

Stefan Egli begleitete seine neuen Freunde an die Messen von Köln und Mailand. Er war fasziniert von dieser für ihn neuen Welt, die sich ihm da offenbarte. Design ist wie ein Stück Zeitgeschichte. Jedes Objekt erzählt etwas über seine Herkunft, die Epoche, in der es entstanden ist. Materialien und Formen erhalten durch das Design die ihnen zugedachte Schönheit, eine besondere Ausdrucksweise, einen Sinn und Zweck schliesslich, den es zu erfüllen gilt. Erst ein gutes Design macht aus einem gewöhnlichen Objekt einen Gegenstand oder ein Produkt, das alle haben möchten. 

Damit aus einem Traum Realität wird: Gutes Design braucht gutes Marketing. 

Noch etwas erkannte Stefan Egli: Die wenigsten wirklich guten Designideen werden je verwirklicht. Viele der an den Messen gezeigten Porototypen bleiben ein Traum ihrer Designer und werden nie realisiert. Damit gutes Design überhaupt eine Chance erhält, braucht es solide Kenntnisse der Marktwirtschaft, und über diese verfügt Egli. Für ihn war klar, hier eine neue Aufgabe erkannt zu haben, eine, für die er sich gerne engagieren und die ihm viel Freude bereiten würde. Er begann mit den Designern deren Ideen von Anfang an mitzuentwickeln, den Produkten schon vor der Erstellung eines Prototypen die Chance für eine künftige Realisation und Produktion mit auf den Weg zu geben. Er klärte dafür die Bedürfnisse des Marktes ab, beschäftigte sich mit der Optimierung der Produktionsabläufe, sicherte die Vertriebsmöglichkeiten, evaluierte, welches Produkt für welchen Preis seine Käufer finden würde. Aus dieser Tätigkeit heraus baute sich Egli ein solides Netzwerk an Lieferanten, Produzenten und Vertriebskanälen auf, das ihm schliesslich ermöglichte, mit einer eigenen Kollektion seine Firma, die Home3 Design GmbH im Kreis 8, zu gründen.  

Schweizer Designer, Schweizer Produktion, Schweizer Wertarbeit. 

Derzeit arbeiten für home3 sechs Schweizer Designer. Alle Produkte entstehen in der Schweiz und werden in der Schweiz produziert. Dass die hierzulande gefertigte Ware auch preislich konkurrenzfähig ist, dafür hat Stefan Egli bereits im Vorfeld gesorgt: Schon in der Entwicklungsphase werden einfache, solide Produktionstechniken angestrebt. Design soll schliesslich nicht nur gut aussehen, es soll funktionell sein – und bezahlbar. Die verwendeten Materialien wie Holz und Textilien sind von ausgesuchten Herstellern aus nächster Umgebung, Qualität geht vor. Zudem sind die Ressourcen hier vorhanden, unsinnige Transportwege um die halbe Welt werden vermieden, der öklogische Fussabdruck eines Produktes von home3 soll vorbildlich bleiben. Auch bei der Preisgestaltung geht Egli seinen Weg, er braucht Billiganbieter aus Fernost nicht zu fürchten. Egli ist zwar nicht billig, die Produkte sind es auch nicht, es ist Schweizer Wertarbeit, mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Erhältlich sind die Designer-Objekte bei über 30 Fachhändlern in der Schweiz und auf dem Onlineshop www.home3.ch 

Stehlampe LUMIA

Thai Hua ist 1974 in Vietnam geboren und in Bern aufgewachsen. Nach Abschluss des gestalterischen Vorkurses in Bern absolvierte Thai eine vierjährige Ausbildung zum Goldschmied, studierte danach Industrial Design an der ZHDK. Seither arbeitet Thai Hua als selbstständiger Designer an diversen eigenen Projekten und auf Mandatsbasis für Produzenten und Agenturen. An Design-Wettbewerben wurde Thai mit dem Bosch Architekturpreis (2002), dem Swiss Design Award (2012) und einer Nomination am Wood Award (2012) ausgezeichnet.


Text: Thomas Gysin, Juni 2015


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