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Schöner essen. Im Salon an der Mühlebachstrasse.

Man würde nie auf die Idee kommen, hinter der Fassade des Hammam Basar ein Lokal zu entdecken, in dem es das wahrscheinlich beste vegetarische Essen in Zürich gibt - angeboten wird eine typisch maghrebinisch-mediterran inspirierte Küche. Das Speise-Lokal nennt sich nicht Restaurant, sondern Salon, es ist öffentlich zugängig und nicht nur den Gästen des Hammam vorbehalten. 

Küchenchefin Monika schaut lächelnd in den Salon und gewährt - ganz ausnahmsweise - einen kurzen Einblick in ihr Können. Die Küche ist überschaubar praktisch. Die Suppe verströmt das Aroma von grünen Spargeln. Daneben richtet Monika einen reichhaltigen Salat an, aus marktfrischen Zutaten, alles aus der Region, saisonal und natürlich biologisch. Mit viel Fingerspitzengefühl lässt sie eine Prise Himalaya-Salz darüber rieseln, greift zu ihrer hausgemachten Sauce aus Biozitronensaft und mildem Olivenöl aus Kalabrien, erfrischend und schmackhaft, macht diese aus dem Salat, dem sie auch ein paar leuchtend rote Granatapfelkerne dazu gibt, eine leichte Köstlichkeit. 



Regional, marktfrisch, natürlich Biologisch 

Ein neugieriger Augenschein auf die bereit stehenden Zutaten ist wie ein Blick in den Kräutergarten. Frischer Basilikum, Glatte Petersilie, Koreander und Minze, um nur vier von über einem Dutzend Kräuter zu nennen, präsentieren sich da fein säuberlich. In anderen Fächern Radieschen, bunte Blattsalate, verschiedene Sprossen, Karotten und Linsen. 

Auf der Getränkekarte werden neben einem Sauvignon blanc, Syrah-Grenache und Merlot-Cabernet angeboten, ich entscheide mich für ein Glas des letzteren zum Essen, bestelle aber vorab, schon nur aus purer Neugier, ein Glas der hausgemachten Limonade - zum Glück, die darf man nicht verpassen, sehr erfrischend. Am Nebentisch wird ein grosser Hammam-Salat serviert, schön sieht er aus, umwerfend gut muss er sein, die Dame, die ihn bestellt hat, schliesst kurz genussvoll die Augen. Dazu hat sie eine Kanne Tee mit frischer Minze bestellt - La Méditerranée im Seefeld. 



Die Auswahl der Karte ist klein und fein 

Monika bereitet mir auf meinen Wunsch von allem ein bisschen zu. Es sind kalte und warme Mezze; Hummus, Taboulé, Yufkataschen, gefüllte Weinblätter und, auch darauf konnte ich nicht verzichten, ein paar der köstlichen Oliven. 

Während zwei junge Männer drei Tische weiter bei einem Eintopf über Gott und die Welt plaudern, bitte ich Monika um eine Portion Baklava, sie verspricht mir dazu noch einen türkischen Kaffee mit einer Dattelpraliné. 



Ich habe bereits viele vegetarische Restaurants besucht - auch sehr exklusive - in Paris oder Berlin, da gibt es einige empfehlenswerte Lokale. In Zürich allerdings, würde ich nach diesem Besuch nur eine Adresse weiterreichen - Monika, ich komme wieder!

www.hammambasar.ch

Text: Adrian Erni, Juni 2015
Fotograf: Zoran Bozanic


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