«Das Zürcher Seefeld hat vieles zu bieten - und darüber möchten wir berichten!»

Eine gelebte Unternehmenskultur braucht keine Quotenregelung.

Das Thema Gleichberechtigung am Arbeitsplatz, gleicher Lohn für Frau und Mann oder Quotenregelung in Führungsetagen ist schon eine Ewigkeit auf den Traktanden der Gremien aus Politik und Wirtschaft. Wirklich bewegt hat sich nie viel. Wieso ist das so? Klemmt da was? Ist es so kompliziert, sich hierfür auf eine Betrachtungsweise zu einigen, die eigentlich gar nicht so schwer sein kann? Wir haben in ein Unternehmen hineingeschaut, bei dem dieses Thema gar nie eines war: bei der Walde & Partner Immobilien AG. Wir trafen Lisa Rüscher im Office Seefeld, sie ist Teamleiterin und Chefin über sieben Frauen.  

Dass in ihrem Team sieben Frauen arbeiten, habe sich einfach so ergeben, sie hätte gerne auch einen Mann dabei. Lisa Rüscher gibt sich offen, sie mache keinen Unterschied zwischen Frau und Mann, auch in ihrer Firma sei das nichts, was man diskutieren müsse. Sie und ihr Team arbeite ja auch mit Männern in den anderen Abteilungen, da gäbe es keine Reibereien, im Gegenteil, das funktioniere sehr gut, man arbeite Hand in Hand mit dem selben Ziel und spreche dabei die gleiche Sprache - und genau das sei wahrscheinlich auch der Schlüssel zu diesem Thema: die zwischenmenschliche Kommunikation. Wenn es schon da Probleme gäbe, würde von Anfang an vieles falsch laufen oder nur schlecht funktionieren. Und wenn man dann nach den Ursachen suche, würde vermutlich einfach etwas herhalten müssen, in diesem Fall eine herbeigeredete Konfliktursache zwischen Mann und Frau. Bei Walde & Partner sei dieses Problem gar nie existent gewesen, die beiden Gründer, Marianne und Gerhard E. Walde, lebten von Beginn eine Unternehmenskultur, die Frau und Mann einschloss.
 
Gemeinsame Zielsetzung, gleiche Sprache, effiziente Arbeitsteilung

Ein gutes Arbeitsklima könne man nicht auf dem Papier festlegen, das müsse man leben, erklärt Lisa Rüscher. Das fange damit an, dass man sich respektiere, miteinander offen kommuniziere, und vor allem gewillt sei, gemeinsam die vereinbarten Ziele zu erreichen. Alles andere ergebe sich von selbst. Dann habe es auch Platz für zwischenmenschlichen Gedankenaustausch, der es ermögliche, sich besser zu verstehen, eine Arbeitsteilung effizient zu organisieren, sich bei wichtigen Entscheidungen zu ergänzen - und sich gegenseitig zu helfen. So mache die Arbeit Freude. Grundsätzlich sei alles so einfach, so selbstverständlich. Und unter diesen Voraussetzungen sei es wirklich egal, wer Frau und wer Mann sei.
 

Ja, es gibt sie, die Unterschiede zwischen Mann und Frau, sie sind natürlich.

Lisa Rüscher tut sich schwer, wenn sie sagen müsste, ob und wer in welchem Bereich erfolgreicher sei - ob nun Frau oder Mann. Man könne dies nicht einfach pauschalisieren. Es sei klüger, Schwächen zu akzeptieren und Stärken so einzusetzen, dass man im Team zielorientiert vorankomme. Dass es Unterschiede zwischen Mann und Frau gäbe, sei nur natürlich. So sei es gut möglich, dass im Vergleich zwei Frauen in einem Team deshalb gut funktionieren, weil sie die gleiche Sprache sprechen. Ein Zweierteam mit Mann und Frau könne aber durch intelligente Arbeitsteilung genauso flott vorankommen. Und wenn zwei Männer nicht als Konkurrenten, sondern als sportliches Team arbeiten, können diese sogar unschlagbar sein. Beim Ansinnen, derartige Vergleiche zu machen, gelte es, den gesunden Menschenverstand einzusetzen. Wer dafür einen Vorschriftenkatalog oder Knigge mit Verhaltensregeln einsetzen müsse, könne nur Fehler machen.

Ob Mann oder Frau: Der Mensch steht im Vordergrund und es ist seine Leistung, die zählt.

Bei Walde & Partner werden Mitarbeiter nicht geschlechterspezifisch beurteilt. Es ist der Mensch, der zähle, sein Charakter und seine Leistung. Bei Walde & Partner sei es ohnehin üblich, dass jeweils ein Mann und eine Frau die Einstellung eines neuen Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin beurteilen. Auch bei individuellen Arbeitsmodellen sei man fortschrittlich. Ihr selbst sei es beispielsweise möglich, als Mutter einer kleinen Tochter den Job nach den Regeln einer 80%-Stelle auszuüben. Das gleiche dürfe auch ein Mann, wenn er dies so möchte. Gleichberechtigung brauche grundsätzlich kein Gesetz, Gleichberechtigung müsse selbstverständlich sein, für Rechte und Pflichten, für Leistung und Entlohnung.

Warum arbeiten Sie bei Walde & Partner? Weil auch mir Engagement, Professionalität und Wertschätzung wichtig sind. Die Firmenkultur wird bei Walde und Partner gelebt und ich bin stolz darauf, einen Teil dazu beitragen zu dürfen. Scarlett Reyes, Telefon/Empfang

Was fasziniert Sie an der Immobilienbranche? An der Immobilienbranche fasziniert mich, dass sie so facettenreich ist. Jeder Kunde und jedes Objekt hat seine eigene Geschichte, was das Ganze noch viel interessanter macht. Noa Bechtiger, Praktikantin

Was ist für Sie Teamwork? Bei gutem Teamwork sind die unterschiedlichen Hintergründe und Fähigkeiten der Team-Mitglieder eine Bereicherung in der Realisierung eines gemeinsamen Projekts. So bedeutet Teamwork für mich einerseits, dass man zusammen an einem Strang zieht, um gemeinsam das bestmögliche Resultat zu erzielen – und andererseits, dass man sich gegenseitig genug Raum lässt, damit sich jedes Team-Mitglied individuell entfalten und so optimal einbringen kann. Nicoletta Gschwend, Marketing

Was haben Sie für Karriere-Ziele? Als Architektur- und Design-Liebhaberin fasziniert mich die Immobilienwelt seit jeher und da sehe ich auch meine Zukunft. Sehr schätze ich den direkten Kundenkontakt und erlebe es als Genugtuung und Motivation, die Bedürfnisse meiner Kunden mit Engagement zu erfüllen. In der Entwicklung meiner Karriere sind mir darüber hinaus zunehmend Verantwortung sowie Raum für Kreativität von Bedeutung. Vanessa C. Jeannet, Immobilienberaterin

Wie sieht Ihre Work-Life-Balance aus? Work life balance? Gelingt mir nicht immer, aber: Zufrieden von der Arbeit sich auf das Zuhause freuen – was immer das auch beinhaltet. Bei mir sind's dann die Hobbys: Curling, Familie, Freunde. Auch da nicht zuviel – denn Ruhe gehört ebenfalls dazu. Handy auf stumm schalten – Compi aus, Augen auf und schauen, was um mich herum so geschieht…. und dann gerne wieder zur Arbeit. Jeannette Zehnder, Assistentin

Was tun Sie, damit Sie im Job fit bleiben? Das Wichtigste ist, Freude und Spass am Job zu haben!  In meiner Freizeit treibe ich viel Sport, schwimme jeden Tag, gehe ins Fitness und spiele Golf. Das spendet viel positive Energie und hält mich körperlich fit.  Spannende Diskussionen mit meinen drei erwachsenen Kindern und ihren Freunden sowie das Lesen ganz unterschiedlicher Literatur inspirieren mich immer wieder aufs Neue und halten mich geistig fit.   Kleine Auszeiten, um Kraft und Energie zu tanken, gönne ich mir u.a. bei einem Powernapping über den Mittag. Gabriella Grossenbacher, Stv. Standortleiterin


Text: Thomas Gysin

Oktober 2015


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