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Kirchenweg im Seefeld - Exklusives Wohnen im edlen Stil der 60er Jahre

In idyllischer und ruhiger Lage am Seeburgpark im Seefeld enstehen 25 neue, einmalige Eigentumswohnungen. Das unter Denkmalschutz stehende Haus des renommierten Architekturbüros Hefeli Moser Steiger wird unter Leitung der bekannten Architektin Tilla Theus umfassend saniert. Als Hommage an die Bauzeit werden Stilelemente der 60er Jahre mit exklusivem Ausbau und moderner Architektur von heute elegant kombiniert. Jede Wohnung hat ihren ganz eigenen Grundriss und ist ein Unikat.

Wir befragten Architektin Tilla Theus, was sie bei der Planung dieses Projektes berücksichtigen musste und wie sie dabei vorging.

Sie haben einen kühlen Bürokomplex in Wohnraum verwandelt, in eine Wohlfühloase. Das war eine grosse Herausforderung, welche Freiheiten bei der Planung hatten Sie?

Der Realisierung ging ein mehrstufiger Wettbewerb voraus. Das in seinem Rahmen definierte Anforderungsprofil für die Wohnungen wurde nachfolgend mehrfach verfeinert und verbessert. Und jetzt, da sämtliche 24 Eigentumswohnungen ohne Inserate in der unglaublichen Kürze von zwei Monaten verkauft werden konnten, braucht es weitere Anpassungen gemäss der individuellen Detailwünsche der neuen Eigentümer.

Bei der Planung war und ist zu berücksichtigen, dass das ursprüngliche Bürogebäude von Haefeli, Moser, Steiger aus dem Jahr 1967 zu den architektonischen Ikonen gehört, deren Wesensmerkmale weiterhin erkennbar bleiben müssen. Die Chancen und Grenzen des Umbauens ergaben sich auch hier aus dem alten Gebäude. Ich durchforschte es bis in die hintersten Ecken wie ein Detektiv, um aufgrund der Stärken und Schwächen die möglichen Veränderungen präzis und perfekt erkennen und planen zu können.

Kirchenweg 2

Welche Auflagen und Vorschriften hätten Sie bei der Projektplanung am liebsten "vom Tisch gewischt"?

Das wäre der falsche Ansatz gewesen. Auflagen und Vorschriften sind Tatsachen und fordern mich zu kreativen Lösungen heraus.

Sie konnten nicht von Grund auf neu anfangen. Sie hatten ein fixes Gerüst. Mussten Sie sich diesen Gegebenheiten bedingungslos beugen? Oder konnten Sie sich das Gerüst für Ihre Ideen zurechtbiegen?

Nichts von Zurechtbiegen! Der ursprüngliche Bau zeichnet sich durch eine hohe Qualität aus, der ich nur Respekt zollen kann. Meine schöne Aufgabe war es deshalb, das Bestehende nicht nach meinem Willen zu verändern, sondern mit aller Sensibilität in eine neue Funktion zu transformieren.

Das Budget der Bauherrin für ein derartiges Vorhaben ist klar vorgegeben. Hatten Sie für Ideen genügend Spielraum?

Ideen sind keine Budgetfrage. Mit einfach verputzten Wänden und nackten Böden lässt sich eine so starke und vielfältige räumliche Stimmigkeit gestalten wie mit hochwertig ausformulierten Oberflächen.

Kirchenweg 2

Mussten Sie vorhanden gewesene Vorrichtungen in Ihr Projekt einbeziehen - z.B. Treppen, Lift, Wasser- und elektrische Installationen - oder konnten Sie diesbezüglich frei planen?

Selbstverständlich sind in einem architektonisch denkmalgeschützen Gebäude die horizontalen und vertikalen Wege verbindlich. Sie waren ja einst wichtiger Teil der Planung, deren Ausführung auch und gerade wegen der Verbindungswege einzigartig gelang. Das zu ignorieren wäre eine unverzeihliche Sünde und hätte bedeutet, dem Gebäude die Seele zu entreissen und es zu Tode zu renovieren.

Wie bezogen Sie die Umgebung bei der Raumgestaltung ein? Zum Beispiel die angrenzende Parkanlage?

Die angrenzende Parkanlage ist natürlich ein Glücksfall für mein Gebäude, weil es Weite, Grünraum, Lebensqualität und die Jahreszeiten im Süden in einem wunderbaren Licht erleben lässt.

Sie haben die früher eher verschlossenen Fassade geöffnet, den Wohnraum sozusagen mit Licht geflutet. Was mussten Sie dabei berücksichtigen?

Die Fassaden sind dort geschlossen, wo sie geschlossen waren, und dort geöffnet, wo sie offen waren. Daran änderte ich nichts Wesentliches. Es wäre zu wünschen und erfreulich, würden die neuen Bewohner den Geist der 60er-Jahre, dem auch eine gewisse Kargheit eigen ist, verstehen und unsere Vorgaben für die Materialisierung akzeptieren. Dann steht eine Raumschale zur Verfügung, die völlig verschiedene Einrichtungsstile erlaubt.

Wenn Sie selbst einziehen würden - welche Wohnung würden Sie sich aussuchen? 

Alle meine Häuser entwickle und diskutiere ich intensiv mit den Bauherrschaften für deren Zweckbestimmungen. Aber im Stillen baue ich stets auch ein bisschen für mich. Darum könnte ich in alle Wohnungen einziehen.  

2. April 2015


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