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Seefeld|Aspekte 004

Kreuzungen. Oder Höflichkeit und non-verbale Kommunikation.

Es wird Herbst und es wird gemütlich. Eigentlich. Jede Stadt hat, unabhängig von der Jahreszeit, allerdings ihre neuralgische Punkte, die eine gewisse Herausforderung für alle Beteiligten darstellen. Auch ohne fallendes Laub. Verkehrstechnisch und zwischenmenschlich sind diese in der Regel mit etwas Diplomatie, Geduld, guter Reaktion, Klarsicht - vor allem aber mit  gegenseitigem Verständnis zu meistern.

Während es am Piccadilly Circus, am Concorde in Paris oder dem Münchner Altstadtring lebhaft, aber relativ gut non-verbal mit kurzem Blickkontakt und einer wegweisenden Handbewegung funktioniert, scheint das im, ansonsten recht beschaulichen, Seefeld ein komplexeres Problem zu sein.

Die kleine Kreuzung Seefeldstrasse – Feldeggstrasse. Dort, wo Marinello - wir sprachen darüber - war, sich jetzt die  Self-Service Pizzeria und gegenüber ein neuer Concept-Store befinden. Eigentlich ein recht sympathisches Eck.

Ein paar Parkplätze, ein Briefkasten, Velos, Trams, Autos und Fussgänger treffen aufeinander. An sich urbane Normalität und gut zu schaffen. Sollte man meinen.

Ist man als Beobachter ohne Termindruck unterwegs, beobachtet man regelmässig Erstaunliches. Das Velo schneidet in Lichtgeschwindigkeit den Autofahrer und biegt schlankerhand auf das Trottoir ab, der Fussgänger kann ausweichen. Der Autofahrer wird von bummelnden und lebenswichtigen sms-verfassenden Spaziergängern ignoriert, das Skateboard brettert hinterher und das Tram drängt entnervt einparkende Autofahrer. Manche Fahrer/innen vergessen offensichtlich die altbekannte Regel `rechts vor links, geradeaus vor links-abbiegend` und werden folgerichtig vom nachfolgenden Fahrer hupend aufgefordert oder darauf hingewiesen. Ortsfremde können hier kaum auf Nachsicht hoffen, sondern stecken mitten drin im nationalen Schlamassel. Dabei fragten sie nur kurz ob es links oder geradeaus zur Seestrasse geht. Ich bin Zeuge.

Dabei wäre es, gerade im eher entspannten Seefeld ganz einfach. Die meisten von uns sind unterschiedlich mobil – Velo, Tram, zu Fuss und per Auto. Man sollte also die jeweilige Perspektive kennen.

Mein Vorschlag.
Kurzen Blickkontakt aufnehmen. Funktioniert meistens. Ein dankendes Nicken, perfekt wäre ein kurzes Lächeln und ein symbolischer Schritt schneller, wenn man kann. So weiss jede/r Bescheid und das Warten, bis man an die Reihe kommt und endlich selbst einbiegen, weiterfahren oder kreuzen darf ist eine Spur netter.

International verständlich und an sich ganz einfach.

In diesem Sinne – einen guten, kommunikativen und freundlichen Start in die Woche allen Seefeldern und Besuchern!

Ihr
Andreas Finke

Oktober 2017


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